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Innungen auf Fusionskurs / Im April konkrete Gespräche

Gemeinsame Sache der Fleischer und Bäcker

Hameln-Pyrmont. Bei den Innungen des Landkreises Hameln-Pyrmont kommt offenbar etwas in Bewegung. „Im April werden wir konkrete Gespräche mit der Fleischerinnung über eine Fusion führen“, kündigte Thomas Wegener, Obermeister der Bäckerinnung, auf der jüngsten Innungsversammlung in den Räumen der Bäckerei Brauer in Hameln an. Auch mit den Innungen in den Landkreisen Holzminden und Schaumburg werde er sprechen, um zu klären, ob es die Möglichkeit gebe, eine Innung Weserbergland zu gründen. Er sei da „ziemlich hartnäckig“, kündigte Wegener seinen Gesprächspartnern an. „Wenn sich nichts ändert, werden wir in zehn Jahren keine Innung und keine Kreishandwerkerschaft mehr haben“, prognostizierte der Obermeister. „Wir wollen aber, dass das Handwerk gut aufgestellt bleibt und sich weiter als Korrektiv gegen komische Ideen aus der Politik zu Wort meldet“, betonte Wegener.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Die Pläne für ein Zusammenrücken mit anderen Innungen hängen mit der sinkenden Zahl von Innungsbetrieben zusammen und den hohen Beiträgen, die andererseits an die Kreishandwerkerschaften abgeführt werden müssen. „Außerdem wird es für eine Innung mit weniger Betrieben langsam zu teuer, alleine für Top-Referenten aus der Lebensmittelbranche aufzukommen, die mittlerweile 2400 Euro pro Veranstaltung kosten“, beklagte Wegener. Gemeinsam ließen sich vielerlei Aktionen effektiver durchführen: zum Beispiel eine kreisübergreifende Nachwuchswerbung oder Speed-Dating. Auch über die Ausbildung müsse nachgedacht werden. Vielleicht, so Wegener, lasse sie sich so organisieren, dass alle beteiligten Landkreise etwas davon hätten, „wenn wir nicht alle Auszubildenden nach Hannover schicken“.

Eingeladen zu der Veranstaltung waren auch Mitglieder der Fleischerinnung des Landkreises; weitere Gäste kamen aus den Landkreisen Schaumburg und Holzminden. Für die Fleischerinnung signalisierte Werner Schulte das Interesse seiner Organisation an einem Zusammenrücken. Auch seine Innung leidet unter einem starken Rückgang an Betrieben. Derzeit gehören ihr nur noch acht Fleischer an. Zwar habe es bereits Gespräche in Richtung Hannover und Schaumburg gegeben, berichtete, Schulte, „aber die haben wir nicht vertieft“.

Sehr dankbar nahm Elisabeth Beerbom-Schönig, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Hameln, zu Beginn der Veranstaltung einen Scheck über 3000 Euro aus den Händen der stellvertretenden Superintendentin Annette Lehmann und des Obermeisters entgegen. 4000 Euro waren beim letzten Erntedankfest durch den Verkauf von Backwaren der Innungsbetriebe, 3000 Euro durch die Kirchenkollekte zusammengekommen. Der Betrag von 4000 Euro wurde als Spende in die rumänische Stadt Mediasch (Siebenbürgen) überwiesen. Dort wird ein Jugendprojekt schon seit Langem von Hameln aus unterstützt. Wegener: „Dort wird nämlich noch immer Hunger gelitten.“

Bäcker und Fleischer wollen künftig dank ihrer Innungen enger zusammenarbeiten.

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