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SAM-Projekt für Familien mit Migrationshintergrund

Geldspritze für Deutschkurse

Hameln. Dem Verein „SAM“ (Sozial, Aktiv, Menschlich e.V.) werden für die Durchführung von Deutschkursen für Familien mit Migrationshintergrund aus dem Bündnis gegen Kinderarmut Mittel in Höhe von bis zu maximal 3980 Euro bewilligt. Das hat der Jugendhilfeausschuss des Kreistags auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig und ohne Diskussion beschlossen.

veröffentlicht am 06.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Begründet wurde die Empfehlung der Kreisverwaltung mit der Tatsache, dass sich in der Vergangenheit in der vielfältigen Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund gezeigt habe, dass Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses immer wieder im Zusammenhang mit dem Thema Sprache entstünden. Daher solle den entsprechenden Familien mit niedrigschwelligen Deutschkursen in ihrem räumlichen Umfeld ein zusätzliches vertrauensbildendes Angebot gemacht werden. Insbesondere sollen Frauen mit geringen bis gar nicht vorhandenen Deutschkenntnissen erste grundlegende Einblicke in die deutsche Sprache bekommen, um für sich und ihre Kinder zum Beispiel Behörden-, Schul-, Arzt- und Kindergartenangelegenheiten regeln zu können. Kindern soll bei Bedarf auch Einzelunterricht angeboten werden.

Für die Durchführung von zwei Deutschkursen wird SAM für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 eine Deutschlehrerin einstellen. Bei einem mit 608 Euro monatlich bezahlten Mini-Job ergibt sich ein Gesamtfinanzierungsbedarf in Höhe von 7296 Euro. Neben den Mitteln aus dem Bündnis für Kinderarmut stehen auch Gelder aus einem Topf des Sozialministeriums für derartige Projekte zur Verfügung. Für den Landkreis waren für den genannten Zeitraum aus diesem 40 008 Euro bewilligt worden, wovon allerdings bereits 36 690,34 Euro durch andere Projekte der Kreisverwaltung und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden gebunden sind, sodass nur noch ein Restbetrag von 3317,66 Euro für das SAM-Projekt zur Verfügung steht.

Da derartige, vom Land geförderte Projekte bis zu 50 Prozent gegenzufinanzieren sind, beträgt die fehlende Summe 3648 Euro. Obwohl nur noch 3317,66 Euro an Landesmitteln zur Verfügung stehen, wurde von der Kreisverwaltung die maximale Fördersumme von 3648 Euro beantragt, da in der Regel nicht alle Jugendämter die ihnen zustehenden Gelder ausschöpfen und diese Restgelder auf Antrag anderen Jugendämtern für ihre Projekte zur Verfügung gestellt werden können, wie die Sozialdezernentin Martina Kurth-Harms erläuterte.

Sollten vom Sozialministerium nur die verbliebenen 3317,66 Euro bewilligt werden, schlägt die Kreisverwaltung vor, vorsorglich bis zu 3980 Euro aus den Mitteln zur Förderung des Bündnisses gegen Kinderarmut zu bewilligen. Sollten mehr Landesmittel fließen, werde sich dieser Anteil aus dem Bündnis entsprechend verringern. Da die Antragsfrist bereits am 30. September 2014 auslief, wurde von der Verwaltung bereits vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses der entsprechende Antrag gestellt.

Dass dringend Deutschkurse für Familien mit Migrationshintergrund erforderlich sind, zeigt auch die Situation am Kuckuck, wo ein hoher Anteil von Menschen lebt, die des Deutschen nicht mächtig und teilweise auch Analphabeten sind, wie sich aus dem zum Kuckuck vorgetragenen Sachstandsbericht ergab.

Die Sprache zu verstehen und zu beherrschen, ist eine der Grundvoraussetzungen für Integration.

dpa



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