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Streit um Kosten für Präventionskurs an der Grundschule in Afferde

Geld soll es geben – nur wie viel?

Afferde. In einem waren sich die Mitglieder des Ortsrates Afferde immerhin einig: Der Präventionskurs „Kinder stark machen“ an der Grundschule Afferde, der in diesem Jahr durchgeführt wurde und für den der Förderverein der Schule im nächsten Jahr wieder einen Zuschuss haben möchte, ist eine sehr sinnvolle Sache. Aber über die Höhe des Zuschusses gab es deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen SPD- und CDU-Fraktion, die erst nach einer Sitzungsunterbrechung und einem Kompromissvorschlag von Ortsbürgermeisterin Ines Buddensiek (SPD) zu einer einvernehmlichen Lösung führten.

veröffentlicht am 19.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Sebastian Schlagmann (CDU) hatte zunächst erklärt, es sei eine gute Entscheidung gewesen, das Schulprojekt, das Präventionsarbeit gegen Mobbing oder das Ansprechen durch Fremde leistet, in diesem Jahr mit 500 Euro zu bedenken. „Hier wird Kindern der richtige Weg aufgezeigt“, betonte Schlagmann. Das fand auch Reno Claus (SPD), bemängelte aber: „Es hat von der Schule, wie von uns gewünscht, dazu kein Feedback gegeben, ob der Kurs bei den Schulkindern angekommen ist.“ Da konnte Stefanie Meyer als Schulelternratsvorsitzende in einer Sitzungsunterbrechung Abhilfe schaffen: Sie berichtete, dass das Projekt bei den Kindern sehr gut angekommen sei, weil neben der Theorie auch viele Dinge an praktischen Beispielen erklärt würden. Etwa, wenn Kinder aus einem Auto angesprochen würden. Michael Wehmann, Karsten Hilker und Mirko Schulze als Vollzugsbeamte der Jugendanstalt Hameln würden hier gute Arbeit leisten in Sachen Selbstbehauptung, Selbstverteidigung und Deeskalationstraining. Nachdem der Kurs in diesem Jahr bei zwei 4. Klassen angeboten worden war, soll er nächstes Jahr den drei 4. Klassen angeboten werden.

Vor dem Hintergrund, dass dem Ortsrat in Jahr 2014 als Mittelzuwendung bei 5400 Euro 600 Euro weniger zur Verfügung stünden und auch ein Zuschuss vom Präventionsrat der Stadt Hameln zu erwarten sei, wollte Reno Claus den Zuschuss für 2014 auf nur 250 Euro ansetzen. Zwar regte Sebastian Schlagmann für die CDU-Fraktion zunächst an, der Förderverein möge sich wegen weiterer Mittel melden, falls die Zuschüsse nicht reichen. Doch Gerd-Wolfgang Beck (CDU) wollte dann sogar die Gesamtsumme in Höhe von 880 Euro als Zuschuss gewähren. Als Nächstes stellte Thomas Homberg (SPD) fest, dass ja aus diesem Jahr noch Ortsratmittel in Höhe von rund 2300 Euro übrig blieben und diese auf das nächste Jahr übertragen würden. „Warum nicht von diesem Geldern etwas nehmen und 400 Euro als Zuschuss geben?“, regte Homberg an.

Doch nun befürchtete Björn Lönnecker (SPD), man schaffe ja damit quasi einen Präzedenzfall für einen dann jährlichen Zuschuss für den Kurs in den Folgejahren nach 2014; so wurde die Ortsratsitzung unterbrochen, um sich fraktionsübergreifend zu beraten. Danach übernahm Ortsbürgermeisterin Ines Buddensiek die Initiative, regte als Lösung an, einen Zuschuss von 400 Euro zu gewähren. „Und falls zusammen mit weiteren Zuschüssen die Gelder nicht reichen, werde ich aus meinen Verfügungsgeldern die fehlenden Mittel ergänzen“, erklärte die Ortsbürgermeisterin. Ein Vorschlag, der schließlich einstimmig angenommen wurde. Dem Antrag des Familien- und Stadtteilbüros Afferde auf einen Zuschuss für eine Puppentheatervorführung wurde dann ohne weitere große Diskussion einstimmig stattgegeben und die Summe auf 200 Euro festgelegt. Doch auch hier gab es den Hinweis: Falls die Summe nicht reicht, soll sich Melanie Dörpmund vom Familien- und Stadtteilbüro beim Ortsrat Afferde melden.



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