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Trotz Bartels-Ultimatum: Immer noch Müll am Straßenrand

Gelbe Säcke: Auftraggeber will Druck machen

HAMELN. Der Streit um die Gelben Säcke geht weiter. Nun will auch das „Duale System Deutschland Holding GmbH & Co. KG“ eingreifen. Ihr Sprecher versicherte, „dass wir von Remondis mit Nachdruck fordern, kurzfristig zu einer vertragskonformen Entsorgungssituation zu kommen, und dass wir dazu auch zu Sanktionen greifen werden, wenn das nötig sein sollte“.

veröffentlicht am 16.01.2019 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 16.01.2019 um 20:41 Uhr

Bushaltestelle an der Lemkestraße: Hier stapelten sich am Mittwoch die Gelben Säcke. Foto: Dana
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels hat sich am Dienstag „höchst verärgert“ über zahlreiche vom Unternehmen Remondis nicht oder verspätet abgeholte Gelbe Säcke geäußert . Der SPD-Politiker hatte der seit Jahresbeginn im Landkreis zuständigen Firma eine Frist bis zum Mittwoch gesetzt. Danach behalte sich die Kreisabfallwirtschaft vor, selbst einzusammeln – „auf Kosten des Systembetreibers, also des Dualen Systems“.

Beim Dualen System Deutschland betonte man am Mittwoch, dass die Probleme in Hameln-Pyrmont „natürlich bekannt“ seien. „Wir sind dazu im engen Austausch sowohl mit dem beauftragten Entsorgungsunternehmen als auch mit dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger“ – also mit Remondis wie der Kreisabfallwirtschaft, teilt DSD-Pressesprecher Norbert Völl mit. Rechnungen aus dem Kreishaus lägen allerdings noch keine vor. Kämen sie, müsste man sie prüfen – und gegebenenfalls weiterleiten: „Wir behalten uns vor, etwaige Ansprüche bei Remondis geltend zu machen“, schreibt Völl.

Die „Duale System Deutschland Holding GmbH & Co. KG“ (kurz: DSD) hat den Auftrag zur Einsammlung der Säcke mit Verpackungsmüll in Hameln-Pyrmont vergeben. Dieser ging für drei Jahre an die Remondis Kiel GmbH. Der Remondis-Konzern wiederum hat DSD im vergangenen Jahr gekauft.

Auch an der Schillerstraße standen am Mittwoch noch gelbe Säcke. Foto: Dana

DSD-Sprecher Völl versicherte am Mittwoch jedoch, „dass wir von Remondis mit Nachdruck fordern, kurzfristig zu einer vertragskonformen Entsorgungssituation zu kommen und dass wir dazu auch zu Sanktionen greifen werden, wenn das nötig sein sollte“.

Wie aus der Remondis-Pressestelle zu erfahren war, sei „im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont flächendeckend nachgefahren“ worden. Der „erste Abfuhrzyklus“ sei jedoch am Dienstag beendet worden. Ab Mittwoch sei Remondis „wieder mit dem planmäßigen Turnus gestartet“.

Die von Bartels gesetzte Frist wurde am Mittwoch aber offenbar nicht überall eingehalten: Bis Mittwochabend lagen in einigen Straßen der Hamelner Nordstadt und auch in Aerzen noch immer nicht abgeholte Gelbe Säcke am Straßenrand.



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