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Anwohnerin sauer über rechte Plakate

Gegen „Nazi-Zone“

Hameln (CK). Angela Fricke möchte Zivilcourage zeigen. Die Frau, die in der Ohsener Straße wohnt, will in ihrem Umfeld keine Rechten dulden. Und bestärkt auch andere, die dort wohnen, darin, sich gegen Aktivitäten aller Art aus dem rechten Spektrum zu wenden. Und das aus durchaus aktuellem Anlass.

veröffentlicht am 20.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 03:41 Uhr

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Vor einiger Zeit, so sagt die Hamelnerin, habe direkt vor der Wohnung ihrer Nachbarin, einer seit rund 30 Jahren dort ansässigen Kroatin, ein Plakat geprangt mit der Aufschrift „Deutschland den Deutschen“ und „Nazi-Zone“, verziert mit zwei gekreuzten Schwertern. Als die Frau von der Arbeit nach Hause gekommen sei, sei sie dermaßen empört gewesen, dass sie sofort damit begonnen habe, das Plakat mit den Fingern abzupulen – das Beweismittel ist damit leider weg. „Wir haben hier bisher friedlich zusammengelebt, aber seit einem Neuzuzug, offenbar mit Kontakten zur rechten Szene, haben sich die Dinge zum Negativen hin geändert“, sagt Angela Fricke verärgert.

Sie habe zwar der Nachbarin geraten, die Polizei einzuschalten, doch das habe die Frau bisher nicht gemacht. Sie selbst, sagt die Hamelnerin, wolle den Fall aber keineswegs auf sich beruhen lassen. Deshalb habe sie auch bei der Deutschen Telekom angerufen, weil es deren Stromkasten gewesen sei, der mit den Parolen beschmiert worden sei, sagt sie. „Gerade nach den Vorfällen um die braune Zwickauer Terrorzelle kann man vor so etwas doch nicht die Augen verschließen“, meint sie. Und sie wehre sich vehement dagegen, in einer Gegend zu wohnen, die „Nazi-Zone“ tituliert werde.



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