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Gegen das versiffte Pflaster ist noch kein Kraut gewachsen

veröffentlicht am 28.04.2009 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Das Wort „Saustall“ nimmt Ralf Wilde zwar nicht selbst in den Mund – aber der städtische Fachbereichsleiter widerspricht der drastischen Beschreibung für das unmittelbare Umfeld der Stadt-Galerie auch nicht. Das helle Pflaster, das eigentlich „freundlich“ wirken sollte, starrt vor Dreck. „Ich habe es gesehen, es sieht schlimm aus“, sagt Wilde und schiebt ein bisschen ratlos hinterher: „Wir haben noch keine Lösung gefunden“.
Die Lösung wäre: Einfach mal ordentlich sauber machen, sollte man meinen und liegt doch weit daneben. Denn mit „mal“ ist es nicht getan und einfach geht’s offenbar schon gar nicht. „Wir haben schon mehrere Reinigungsgeräte ausprobiert, keins hat sich bewährt“, muss Wilde eingestehen, das Problem mit dem unappetitlich versifften Betonstein in lichtem Gelb auch nach einem Jahr des Versuchens noch nicht in den Griff bekommen zu haben.

Jetzt ist die nächste Reinigungsmaschine zum Testen im Anmarsch. Sie kommt von einem Unternehmen aus den Niederlanden und soll ihren Tauglichkeit unter anderem bereits in Hamburg unter Beweis gestellt haben. Um beurteilen zu können, was diese Maschine zu leisten imstande ist, soll sie natürlich nicht auf einer vorgereinigten, sondern möglichst dreckigen Fläche zum Einsatz kommen.

Eine Langzeitwirkung sollte man sich von ihr aber nicht versprechen, dämpft Reinhard Fiedler die möglicherweise überzogenen Erwartungen im kleinen Hameln. „Wir lassen den fast weiß gepflasterten Jungfernstieg zweimal im Jahr damit reinigen“, erklärt der Pressesprecher der hanseatischen Stadtreinigung. Der Großputz für die im Mai 2006 neu gestaltete Nobelmeile gehe ins Geld: Rund 40 000 Euro müsse Hamburg jedes Mal dafür hinblättern. Zwischen den beiden Intensivreinigungen werde der Jungfernstieg nur gekehrt – und „in Ruhe abgewartet, bis die hellen Steine wieder Patina angesetzt haben“.



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