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Jugendliche aus dem Internationalen Sommercamp beim Fundraising aktiv

Gegen Bares gab’s ein Bild mit Putin

Hameln (sto). „Hamelin is a very nice town“, schwärmen Mateusz (17) und Kasia (16) auf Englisch mit polnischem Akzent. Dass auch sie aus einer schönen Stadt kommen, bewiesen die Jugendlichen mit Informationsmaterial aus Kalwaria Zebrzydowska, das sie am gestrigen Donnerstag an einem Stand vor dem Hochzeitshaus gegen eine kleine Spende verteilten. Ein Stück weiter lud „Pappkamerad“ Putin zu einem Schnappschuss ein, ohne dabei jedoch eine Schuhputzaktion neben ihm aus dem Blickwinkel zu verlieren.

veröffentlicht am 30.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 11:41 Uhr

Gruppenbild mit Pappkamerad Putin – den Passanten machte d
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„Guck mal, Putin in kurzen Hosen und bis zum Anschlag hochgezogenen Strümpfen. Irgendwie sieht er typisch deutsch aus. Lass uns mal näher rangehen und gucken, was da los ist“, sagt ein junger Mann zu seiner Begleiterin. Aus der Nähe betrachtet, entpuppt sich Russlands Ministerpräsident dann jedoch als Pappfigur in Lebensgröße. Trotz seines strengen Blickes ließ er sich gern ablichten mit den Passanten, gegen eine kleine Spende natürlich, versteht sich.

Spenden nämlich sind willkommen (für einen guten Zweck, der noch bestimmt wird), handelte es sich doch um ein „Fundraising“. Diese Spendenwerbung wurde durchgeführt von 58 Jugendlichen des „Internationalen Sommercamps“, das derzeit im Töneböncamp Hameln stattfindet. Viele Passanten blieben tatsächlich stehen, hakten sich ein bei Putin und lächelten in eine Sofortbildkamera. Mit Foto in der Hand ging es weiter zu den nächsten Ständen.

Die Jugendlichen verkauften gestern am Hochzeitshaus selbstgefertigte Glückwunschkarten, Schmuck, kleine Holzbastelarbeiten und verteilten Info-Material aus ihren Heimatländern. Eine Gruppe aus der britischen Partnerstadt Torbay bot darüber hinaus bedruckte T-Shirts feil.

Den musikalischen Rhythmus der Aktion bestimmte eine polnische Musikgruppe. Der zweijährige Maximilian aus Hameln erwies sich dabei mit seinen kleinen Patschehänden als origineller Trommler. Kleine Besucher wurden außerdem von deutschen Jugendlichen zum Schminken eingeladen. Mama oder Papa ließen sich währenddessen ihre Schuhe putzen.

Das Internationale Sommercamp wird organisiert von der Stadt Hameln und dem Stadtjugendring Hameln. Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 20 Jahren kommen aus Polen, England, Russland, der Ukraine sowie aus Deutschland (Quedlinburg und Hameln). Das Treffen soll einen kleinen Beitrag zum Weltfrieden leisten.

Verschiedene Kulturen sollen Mut machen

Es wurde 2003 erstmalig in Hameln ausgerichtet, dann wieder 2006 in der Rattenfängerstadt. In den Jahren zwischendurch fand es in den anderen teilnehmenden Ländern statt. „Das Sommercamp dient der Völkerverständigung. Es führt Jugendliche aus verschiedenen Kulturen zusammen und macht Mut, internationale Freundschaften zu schließen“, so Kathrin Sievers. Gemeinsam mit Christian Bode von der Stadt Hameln ist die Geschäftsstellenleiterin des Stadtjugendrings Hauptorganisatorin dieser Veranstaltung.

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