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Stadtwerke wollen zum Sommer moderne Tafeln installieren / Einigung mit Stadt-Galerie gefunden

Geführt zum Ziel – Parken mit neuem System

Hameln (bha). Die Tage des über 25 Jahre alten Parkleitsystems in Hameln sind gezählt. Bis zum Sommer sollen moderne Anzeigetafeln mit entsprechender Technik installiert sein und vor allem den auswärtigen Autofahrern den Weg weisen. Damit wird ein Projekt in Angriff genommen, das seit 2008 in Planung ist und dessen Umsetzung sich nicht terminieren ließ, weil Stadtwerke, Stadt und der Betreiber der Stadt-Galerie sich nicht einig wurden. Zwischenzeitlich hatte sich sogar im Jahr 2010 die Kartellaufsicht des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums eingeschaltet.

veröffentlicht am 28.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:21 Uhr

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Jetzt scheinen Lösungen in den Kernfragen gefunden zu sein: Die Stadtwerke als Betreiber der Parkhäuser übernehmen die Kosten in Höhe von 479 000 Euro für die Schilder und technische Umsetzung alleine, erklärt die Unternehmenssprecherin Nathalie Schäfer auf Anfrage der Dewezet. Unklar war bislang, ob die Stadt, die ebenfalls ein Interesse an einem gut funktionierenden Parkleitsystem hat, sich finanziell beteiligt. Das wird sie laut Schäfer nicht. Dagegen werde es aber eine Förderung durch die niedersächsische Landesbehörde für Straßenverkehr geben.

Welche Vereinbarungen mit der ECE Projektmanagement GmbH als Betreiberin der Stadt-Galerie getroffen wurden, damit ihr Parkhaus am Zehnthof in das Parkleitsystem aufgenommen wird, bleibt bislang alleiniges Wissen der Vertragspartner. Vor zwei Jahren hatte die niedersächsische Kartellaufsicht eine Klausel gerügt, dass seitens der Stadtwerke offenbar die Angleichung der ECE-Parkgebühren zur Bedingung gemacht werden sollte, damit die Stadt-Galerie in das neue System aufgenommen wird. In diesem Zusammenhang war auch eine Klausel des städtebaulichen Vertrages unter die Lupe genommen und als wettbewerbsrechtlich unzulässig eingestuft worden. Danach hätte zwischen den Stadtwerken und dem Centerbauer „eine Angleichung der durchschnittlichen Parkgebühren in den ersten vier Stunden“ herbeigeführt werden sollen. Diese Klausel hatte die Kartellbehörde für „nichtig“ erklärt.

Fest steht jetzt: Die Stadt-Galerie wird aufgenommen. Lediglich das zentral gelegene Parkhaus Kopmanshof mit seinen 150 Plätzen taucht auf den Schildern nicht auf. „Das ist überdurchschnittlich stark frequentiert“, und es sind laut Schäfer hauptsächlich Ortskundige, die dort reinfahren. Extra Hinweisschilder seien nicht notwendig.

Die vier weiteren Parkhäuser Rattenfänger-Halle, Rondell, Rathaus-Tiefgarage und das Parkhaus am Bahnhof sowie der Parkplatz Steigerturm auf dem Scharnhorst-Gelände werden integriert. Das System ist zweigeteilt: An den zentrumsfernen Anzeigetafeln an den Einfallsstraßen wird es zunächst vorgestellt. Grobe Ortsangaben wie „Bahnhof“, „Altstadt“ oder „Rattenfänger-Halle“ sollen dort eine erste Orientierung bieten. Kommt der Fahrer dichter an die Innenstadt heran, erfährt er über die Anzeige, wie viele Plätze beispielsweise in der „Altstadt“ noch frei sind. Andere Schilder verraten letztlich, wie viele Plätze in den jeweiligen Parkhäusern frei sind. Damit verabschieden die Stadtwerke sich von dem überholten Trio, das lediglich „frei“, „besetzt“ oder „geschlossen“ anzeigen kann. Hinter dem neuen System steckt der Wunsch, die Besucher gezielter in die noch freien Parkhäuser zu führen und den sogenannten Parksuchverkehr zu reduzieren.

Das dynamisch angepasste System wird über die Netzleitstelle der Stadtwerke koordiniert; Lichtschranken werden in den Parkhäusern eingebaut, damit sich jedes Fahrzeug, das rein- beziehungsweise rausfährt, sofort auf den Anzeigetafeln niederschlägt.

Seit die Stadt-Galerie im März 2008 eröffnet hat und an der Mühlenstraße ein großer Parkplatz direkt an der Weser hinzugekommen ist, werden die Stadtwerke-Parkhäuser, allen voran die Tiefgarage unter der Rattenfänger-Halle, weniger stark frequentiert. In den Häusern stehen den Besuchern etwa 1800 Parkplätze zur Verfügung. 500 weitere sind es auf dem Parkdeck des Einkaufscenters. Derzeit sind die absoluten Preise zum Beispiel in der Rattenfänger-Halle und der Stadt-Galerie gleich: für die erste Stunde werden 80 Cent fällig, für vier sind es 3,80 Euro. Unterschied: In der Stadt-Galerie beträgt der kleinste zu zahlende Zeitraum eine halbe Stunde für nur 40 Cent. Dieses Angebot für Kurzzeitparker gibt es in den Stadtwerke-Parkhäusern (noch) nicht.



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