weather-image
15°
Ankenbrand und die Angst

Gefühlte Temperatur

Kabarettistin Niki Ankenbrand zielte mit ihrem Programm „Wenn Gefühle denken könnten“ in der Sumpfblume treffsicher auf Ängste und Gefühle. Zusammen mit Pianist Jörg Siebenhaar lieferte die ehemalige Front-Frau des Düsseldorfer Kommödchen-Ensembles gute Unterhaltung und Stoff zum Nachdenken.

veröffentlicht am 09.04.2017 um 13:17 Uhr
aktualisiert am 09.04.2017 um 16:40 Uhr

270_0900_39953_hm207_Niki_Ankenbrand_sab_1004.jpg
Avatar2

Autor

Sabrina Kleinertz Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln. Einen Politiker als „Fleischtopf mit Föhnwelle“ zu bezeichnen kann Konsequenzen haben. In der Sumpfblume sorgte der Vergleich von Kabarettistin Niki Ankenbrand am vergangenen Freitag vor allem für herzliches Lachen. Die Kabarettistin gastierte im Hamelner Kulturzentrum mit ihrem aktuellen Programm „Wenn Gefühle denken könnten“ und beleuchtete die Geschehnisse in Politik und Wirtschaft.

Zusammen mit Pianist Jörg Siebenhaar sprang die Düsseldorferin aufmerksam und kritisch blickend zwischen den aktuellen Themen der Welt hin und her, um in ihrem rund zweistündigen Programm aufzudecken und zum Nachdenken anzuregen.

Zwar war die Zahl der Gäste überschaubar, doch Ankenbrand, die bereits in Musicals wie „Cats“ mitgewirkt hat, sorgte zusammen mit ihrem Pianisten Siebenhaar für abwechslungsreiche Unterhaltung. Wandlungsfähig, mit durchdachten Texten und Liedern zum Schmunzeln näherte sie sich gern auch heiklen Themen. „Osterhasen erinnern mich immer an die AfD“, beginnt die Kabarettistin, „wenn man das glänzende Papier abmacht, dann ist darunter aller braun. Und wenn man dann noch die Ohren abbeißt, ist alles hohl.“

Acht Jahre war Ankenbrand die Front-Frau des Düsseldorfer Kommödchen-Ensembles – nun zielt sie mit ihrem Programm treffsicher auf Ängste und Gefühle. Sie macht deutlich, warum Wissen machtlos ist und Hysterie zum Fundament der Meinungsbildung geworden ist, warum wir uns eigentlich vor Terroranschlägen weniger fürchten sollten als vorm Putzen. Der Angst vor dem Tod, der Angst davor, dass die Deutschen als Pandabären der Menschheit vom Aussterben bedroht sein könnten, begegnet sie mit kessen Sprüchen. Und am Ende des Abends gab es mit einem Gute-Nacht-Lied als Zugabe noch einmal ganz viel Gefühl.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare