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Ampellicht falsch gedeutet / Seit Oktober vier Unfälle mit vier Verletzten

Gefahrenstelle wird entschärft

Hameln. Vier Unfälle, ein Schwer- und drei Leichtverletzte, 48 000 Euro Schaden – und immer derselbe Hergang. Seit dem 7. Oktober häufen sich an der Kreuzung Thiewall/Erichstraße Kollisionen, die durch sogenannte Rotlichtverstöße ausgelöst wurden. Jetzt soll sich dort etwas ändern.

veröffentlicht am 16.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:37 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Zuletzt hat es am Samstag gegen 21 Uhr gekracht: Eine Frau (48) aus Hamburg habe das rote Licht der Ampel missachtet, teilte die Polizei gestern mit. Mit ihrem Toyota war sie vom Thiewall nach links in die Erichstraße abgebogen. Auf der Kreuzung stieß ihr Wagen mit dem entgegenkommenden VW Passat eines Mannes (62) aus Schieder-Schwalenberg zusammen. Die Hamburgerin und der Autofahrer aus dem Kreis Lippe zogen sich Verletzungen zu. Die Opfer wurden mit Rettungswagen zum Krankenhaus gefahren. Schaden: 25 000 Euro. Offenbar hatte die Unfallverursacherin das Signal der Ampel falsch gedeutet.

Genau dasselbe Malheur war in der jüngeren Vergangenheit auch anderen passiert. Wenn der Verkehr in Richtung Kastanienwall grünes Licht bekommt, denken manche Linksabbieger, dass das Grün auch für sie gilt. Es fällt auf: Fast immer sind es Auswärtige, die das grüne Ampellicht falsch interpretieren. Die Verursacher kamen aus Italien, Bad Lippspringe, Hamburg und Aerzen.

Auf Nachfrage teilte die Polizeiinspektion gestern mit, die Verkehrskommission habe das Problem erkannt. Es sei bereits beschlossen worden, „eine bauliche Änderung herbeizuführen, um die ohnehin sichere Ampelanlage (…) noch sicherer zu machen“. Die Anlage entspreche aber schon jetzt allen Richtlinien, Vorgaben und gesetzlichen Erfordernissen.

In Zukunft sollen Autofahrer, die auf der Linksabbiegerspur vor der roten Ampel warten, die Lichtsignale besser sehen können. Sobald es die Witterung zulasse, werde die Haltlinie der beiden Linksabbiege-Fahrstreifen auf dem Thiewall vor der Kreuzung zurückversetzt, sodass die dort wartenden Autofahrer sowohl die Signale der Ampel links am Mast als auch die Lichtsignale am Ausleger oberhalb der Fahrbahn im Blickfeld haben, erklärt Petersen.

Die Kommission hofft, dass sich Linksabbieger dann nicht mehr durch die anfahrenden Geradeausfahrer zum Losfahren animieren lassen.

Ursache der Unfälle ist nach Angaben der Hamelner Polizei allein die Unachtsamkeit der wartenden Linksabbieger. Der Verkehr in Richtung Kastanienwall bekomme nämlich einige Sekunden vor den Linksabbiegern grünes Licht.



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