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Nötige Sanierung der Kaimauer kostet die Stadt 310 000 Euro

Gefahr durch klaffende Fuge

Hameln. Eine neue Hiobsbotschaft der Verwaltung wird den defizitären Hamelner Haushalt zusätzlich belasten. Und zwar mit rund 310 000 Euro, wie Andreas Bruns jetzt der Politik mitteilte. Das Geld ist für die Erneuerung der Kaimauer im Bereich der ehemaligen Nudelfabrik vonnöten. „Der Betonkörper aus dem Jahr 1890 ist marode und muss dringend saniert werden“, erklärte der Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt und technische Dienste jetzt vor dem Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

veröffentlicht am 05.12.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:21 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Die Ufermauer werde regelmäßig untersucht. Dabei kämen auch Taucher zum Einsatz. Bereits im Jahr 2010 seien erhebliche Schäden festgestellt worden. So wurde laut Bruns eine „klaffende Fuge“ zwischen dem unter Wasser liegenden Betonkörper und den Sandsteinaufbauten entdeckt. Auch seien in dem Betonkörper selbst Ausspülen registriert worden. Ein Ingenieurbüro aus Hannover habe daraufhin verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um die Schäden dauerhaft beheben zu können.

Die Verwaltung hat sich zwischenzeitlich dazu entschieden, eine Stahlspundwand vor die Kaimauer zu setzen und diese – höhengleich mit der Promenade – mit Beton aufzufüllen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten, die wegen des verstärkten Tourismusaufkommens in den Sommermonaten im kommenden Herbst beginnen werden, soll auch eine Verbesserung für die Fahrgastschiffe geschaffen werden, die in der Rattenfängerstadt anlegen. „Bislang gibt es nur drei Möglichkeiten zum Festmachen. Das ist zu wenig. Künftig sollen es fünf sein“, erklärte Bruns. Dazu solle die vorhandene Treppenanlage umgestaltet werden, die ursprünglich geschaffen worden sei, damit auch Boote anlegen können, was jedoch kaum genutzt werde.

„Wir haben bewusst darauf verzichtet, die Spundwand mit Sandstein zu verkleiden. Nicht nur, weil es schwierig ist, sondern weil es Mehrkosten in Höhe von 40 000 Euro verursacht. Von der Landseite sieht das niemand, und für die Fahrgäste ist das einfach zu viel Geld“, meinte Bruns. Auch der weitere Bereich der Kaimauer in Richtung Hafen sei sanierungsbedürftig, was jedoch im Zuständigkeitsbereich der Stadtwerke liege.

Jürgen Mackenthun (Grüne) wollte im Zuge der bevorstehenden Sanierungsmaßnahmen auch Sicherungsmaßnahmen in Form eines Gitters verwirklicht wissen. Doch dieser Forderung schob die Verwaltung einen Riegel vor, da die Absturzgefahr laut Gemeindeunfallverband für jedermann erkennbar sei, wie Hermann Aden begründete. „Wir müssen akzeptieren, dass das Leben nun mal lebensgefährlich ist. Jeder muss Obacht geben“, sagte der Stadtbaurat und wurde von Karin Echtermann (SPD) unterstützt: „Man kann nicht alle Flüsse einzäunen.“

Kritik gab es für die Verwaltung jedoch aus Reihen der Politik, dass die bevorstehenden Maßnahmen als „Mitteilung“ vorgetragen wurden und nicht als separater Punkt auf der Tagesordnung stand. Aden: „Wir wollten keine Diskussion anstoßen, weil es sich um ein Geschäft der laufenden Verwaltung handelt. Wir wollten nur kundtun: So mok wi dat.“

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