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Landgericht verurteilt Hamelner zu fünf Jahren Haft/ Laut Urteil kein bandenmäßiges Vorgehen

Gefängnisstrafen für Drogendealer

Hameln/Hildesheim. Es ist ein Fall, der den Drogenfahndern der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden enorm viel Einsatz abverlangt hat. Rund zwei Jahre lang waren die Mitarbeiter mehreren Rauschgift-Schmugglern aus der Region auf der Spur, im Juni gingen die Täter dann bei einer Polizeikontrolle ins Netz. Es folgten aufwendige Einsätze der Beamten, um genügend Beweise zu sichern. Gestern nun fällte das Landgericht Hildesheim die Urteile über drei der Täter.

veröffentlicht am 19.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN
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Ein Hamelner muss für fünf Jahre hinter Gitter – eine ältere Haftstrafe vom Amtsgericht Hameln wurde miteinberechnet. Mit dem Urteil blieb das Landgericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft; sie hatte für den zur Tatzeit 28-Jährigen sechs Jahre und drei Monate gefordert. Der Dealer aus Hameln soll gemeinsam mit einem Mann aus Rinteln Drogen aus den Niederlanden eingekauft und gestreckt haben. Der Rintelner wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, allerdings soll der zur Tatzeit 30-Jährige in eine Entzugsanstalt eingewiesen werden, da er selber drogenabhängig ist. Ein Mann aus Bodenwerder, der die beiden Mitangeklagten mit Geld von potenziellen Käufern versorgt hatte, erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Das Duo aus Hameln und Rinteln soll in den Abendstunden des 31. Mai diesen Jahres ins niederländische Rotterdam gefahren sein, um dort Heroin zu kaufen. Die Drogen sollen in einem zuvor erworbenen Ferienhaus im niederländischen Baarlo gestreckt, in Kleinstmengen konsumiert und sodann teilweise für den späteren Verkauf portioniert worden sein. Am 2. Juni wurden die beiden Männer an der Autobahnausfahrt Bad Eilsen entdeckt: Bei einer Kontrolle wurden von den Polizisten etwa ein Kilo bereits gestreckte harte Drogen – Heroin und Kokain – beschlagnahmt.

„Das war ein sehr aufwendiges Verfahren“, erinnert sich der Erste Kriminalhauptkommissar Dietmar Hasewinkel. Die Täter seien über einen langen Zeitraum überwacht worden. Bei einer großangelegten Aktion durchsuchten Ende Oktober 40 Beamte der Polizeiinspektion und der Bereitschaftspolizei Hannover mehrere Wohnungen in Hameln, Hessisch Oldendorf und Bad Münder. Spürhunde halfen beim Finden der Drogenverstecke. Damals wurden auch die Abnehmer und Zwischenhändler von der Polizei vernommen. Ihnen kamen die Beamten bei den Ermittlungen gegen den Mann aus Bodenwerder auf die Schliche.

Laut Anklage sollen die Täter die Drogen üblicherweise über sogenannte Läufer in der Stadt Hameln und in den Landkreisen Hameln und Holzminden verkauft haben, um den eigenen Lebens- und Drogenunterhalt zu bestreiten. Doch die ursprüngliche Anklage, die auf ein bandenmäßiges Vorgehen gerichtet war, konnte das Landgericht in diesem Prozess nicht feststellen. Dafür müsse man nachweisen, dass die drei über einen längeren Zeitraum immer wieder zusammengearbeitet haben, sagt Stephan Loheit, Pressesprecher des Landgerichts Hildesheim. In diesem Fall aber habe es sich laut Gericht lediglich um eine sogenannte Einkaufsgemeinschaft gehandelt. Ein Mann aus Bad Münder, der in diesem Zusammenhang ebenfalls festgenommen worden war, wurde in diesem Verfahren nicht angeklagt.




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