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Grüner Pfeil für Radfahrer abgelehnt

„Gefährlich und unzulässig“

Hameln. „Nicht nur unzulässig, sondern auch gefährlich“ – das Urteil der Verwaltung zum Antrag der Fraktion „Die Linke“, die Einrichtung grüner Pfeile für Radfahrer zu prüfen, war eindeutig. Dieser Meinung schlossen sich die Mitglieder des Ausschusses für Recht und Sicherheit in seiner Sitzung am Donnerstag mehrheitlich an.

veröffentlicht am 29.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Die Verwaltung begründete ihre Ablehnung unter anderem damit, dass „Die Linke“ mit der Neuregelung „unnötiges Anhalten“ für Radfahrer vermeiden wolle. Dieses Anhalten sei aber bei der Rechtsabbiege-Regelung mit einem grünen Pfeil, die laut Straßenverkehrsordnung nur für motorisierte Fahrzeuge gelte, ein „wesentlicher Bestandteil“. Für die von der Linken vorgeschlagenen Beispiele an der Ecke Sedanstraße/Kastanienwall sowie Gröninger Straße vor dem Parkrondell sah die Verwaltung eine „Gefährdung der Verkehrssicherheit“, sollten dort grüne Abbiegepfeile für Radfahrer eingeführt werden.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Lars Reineke, war der Meinung, dass der Prüfauftrag nicht zufriedenstellend bearbeitet worden sei. So seien Teile der Antwort aus der Wikipedia zitiert, auf das Thema T-Kreuzung gar nicht eingegangen und veraltete Beispiele genannt worden. „Ich verstehe nicht, warum die Verwaltung in einer derart belehrenden Weise antwortet, anstatt die Gelegenheit zu nutzen, um eigene Ideen zu entwickeln“, sagte Reineke.

Mit dieser Kritik war Gerhard Paschwitz (CDU) nicht einverstanden. Er erklärte, dass die Stadt beim Radverkehr „auf einem guten Weg“ sei und betonte, dass die Abbiege-Regelung mit grünem Pfeil für Radfahrer auch aus Sicht eines Verkehrsexperten der Polizei als gefährlich bewertet wurde. Hans Wilhelm Güsgen (FDP) meinte, dass in den vergangenen Jahren viel für den Radverkehr getan worden sei. „Wir dürfen nicht nur auf die Radfahrer achten“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Liberalen. Axel Kienscherf (CDU) meinte: „Auch ich halte einen grünen Pfeil für Radfahrer für gefährlich.“ Er befürchtete, dass sich durch eine solche Regelung die Zahl der Unfälle erhöhe.



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