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Polizei und Kreisbehörden überprüfen 10 191 Fahrzeuge / 336 waren zu schnell / Acht Sünder müssen Führerschein abgeben

Geblitzt: Raser auf zwei Rädern – er fuhr 207 km/h

Hameln (ube). Innerhalb von nur 24 Stunden haben Polizeibeamte und Landkreis-Mitarbeiter aus Hameln und Holzminden die Geschwindigkeit von 10 191 Autos, Motorrädern und Lastwagen gemessen. Eingesetzt wurden Laserpistolen, Radargeräte und die PS-starken Videomesswagen der Verkehrsfahnder. Den Negativ-Rekord stellte ein Kradfahrer auf, der auf der Bundesstraße 240 bei Halle/Bodenwerder mit 207 km/h unterwegs war. 335 weitere Fahrzeugführer waren nach Angaben von Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki schneller als erlaubt.

veröffentlicht am 31.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:21 Uhr

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Jede Behörde hat gestern ihre eigene Statistik veröffentlicht. Die Polizei deckte 94 Verstöße auf. 59 Geschwindigkeitsüberschreitungen werden mit einem Verwarngeld (10 bis 30 Euro) geahndet. In mehr als einem Drittel der Verstöße (35) fuhren die Verkehrssünder mehr als 21 Stundenkilometer zu schnell. Die Betroffenen müssen mit Bußgeldverfahren und Punkten in Flensburg rechnen. Fünf Fahrer werden wohl ihre Führerscheine abgeben müssen, da ihre vorwerfbare Geschwindigkeitsübertretung über 41 km/h lag.

Die Messbeamten des Straßenverkehrsamtes in Hameln überprüften 6142 Fahrzeuge. 175 waren zu schnell. In zehn Fällen werde ein Bußgeld und je ein Punkt fällig, sagte Sven Beermann von der Kreisbehörde. Ein Autofahrer, der innerorts mit 79 km/h unterwegs war, bekommt sogar drei Punkte. Die Kreisbehörde in Holzminden überprüfte 1999 Fahrzeuge. 67 hielten sich nicht an das Tempo-Limit. 23 werden Bußgelder und Punkte, drei Personen ein Fahrverbot bekommen.

Am Mittwoch hatten sich die heimische Polizeiinspektion und die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden an der landesweiten Geschwindigkeitsüberwachungsaktion der Polizei Niedersachsen beteiligt. Innenminister Uwe Schünemann betonte am Morgen des Aktionstages, dass die Polizei mit „einer offensiven und transparenten Durchführung von Geschwindigkeitskontrollen“ eine zukunftsweisende und nachhaltige Steigerung der Sicherheit auf den niedersächsischen Straßen erreichen will. Der Minister wies ferner darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit die Hauptunfallursache auf Landesstraßen ist und daher nachhaltig bekämpft werde. Erst am 21. August war ein 39-jähriger Raser aus Bad Pyrmont auf der B 83 zwischen Hameln und Hessisch Oldendorf von der Polizei erwischt worden: Er war 179 km/h schnell. „Die Landkreise beteiligten sich an der Kontrollaktion, denn die Vernetzung in der Verkehrssicherheitsarbeit mit anderen Einrichtungen und Organisationen ist bei der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 vorgesehen“, erklärt Schedlitzki.

Wie bereits berichtet, hatte Schünemann im Frühjahr 2011 die Verkehrssicherheitsinitiative ins Leben gerufen. Ziel ist, die Zahl der auf Niedersachsens Straßen getöteten und schwer verletzten Personen bis 2020 um ein Drittel zu reduzieren. Bei der jüngsten Aktion hatte die Polizei die Bundesstraßen 1, 83, 64 und 240 sowie die Landesstraßen 433 und 550 im Blick.

Blitzende „Mülltonne“: Messbeamte des Straßenverkehrsamtes überprüfen an der Ohsener Straße mit getarnter Hightech die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge.

Foto: Wal

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