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Gasunglück in Gartenkolonie

veröffentlicht am 31.01.2010 um 18:26 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (ube). In der Gartenkolonie am Hastebach hat sich am Sonnabend um 13.40 Uhr ein Gasunglück ereignet – sechs Menschen im Alter von 63 bis 79 Jahren erlitten teils schwere Brandverletzungen. Zwei Seniorinnen wurden mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 4“ und mit dem Intensivtransportwagen des DRK zur Medizinischen Hochschule nach Hannover gebracht. Dort gibt es ein Brandverletzten-Zentrum. Ob die Opfer in Lebensgefahr schweben, konnte die Polizeiinspektion gestern nicht sagen. Die 72-Jährige aus Coppenbrügge und die sieben Jahre ältere Hamelnerin sollen sich Verbrennungen zweiten und dritten Grades zugezogen haben.
 Eine neunköpfige Gruppe hatte eine Winterwanderung von der Hamelner Südstadt zur Kolonie am Hastebach gemacht. In einem aus Steinen gebauten etwa 20 Quadratmeter großen Gartenhaus wollten sich die Freunde aufwärmen und Glühwein trinken. Der Laubenbesitzer (65) sei vorausgegangen, um schon einmal den mit Propangas betriebenen Katalytofen anzuschalten, sagte Polizeihauptkommissar Arnold Schiffling. Kurz bevor die Wandergruppe nach Hause gehen wollte, geschah jedoch etwas Unvorhergesehenes. Der 65-Jährige habe vergeblich versucht, das Ventil der Gasflasche zu schließen, hieß es. Weil der Ofen nicht ausging, soll sich der Hamelner an dem Stahlbehälter mit einer Wasserrohrzange zu schaffen gemacht haben. Die Ermittler vermuten, dass der Mann den Druckminderer abgeschraubt hat. Was in so einem Fall passiert, erklärte der Wachabteilungsleiter der Feuerwehr, Horst Winter: „Innerhalb von ein paar Sekunden strömen mehrere Kubikmeter Gas aus. In einem Zimmer bildet sich mit dem Sauerstoff, der in der Luft enthalten ist, ein zündfähiges Gemisch. Ein Funke reicht, um eine explosionsartige Verbrennung auszulösen.“
 Offenbar passierte genau das in dem zwölf Quadratmeter großen Raum, in dem sich die neunköpfige Gruppe aufhielt. Nach Meinung von Experten könnte der brennende Heizofen die Zündquelle gewesen sein. Augenzeugen berichteten, es habe plötzlich eine große Stichflamme gegeben. Drei Hamelner blieben wie durch ein Wunder unverletzt.   Gegen den 65-Jährigen, der laut Polizei „nur sehr leicht alkoholisiert war“, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.



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