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CDU und Grüne weisen SPD-Kritik an Stadtbaurat Aden zurück

„Ganz schlechter Stil“

Hameln. „Es war damit zu rechnen, dass die SPD diesen Vorfall aufgreift und nichts unversucht lässt, Herrn Aden zu beschädigen. Das war in der Vergangenheit so und setzt sich jetzt fort, denn die Wahl des Ersten Stadtrates steht ja bevor.“ Mit diesen Worten hat Thomas Meyer-Hermann (CDU), Sprecher der schwarz-grünen Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat, auf die scharfe Kritik des Fraktionsvorsitzenden Wilfried Binder reagiert. Der Sozialdemokrat hatte dem Stadtbaurat die Glaubwürdigkeit abgesprochen und Hermann Aden vorgeworfen, die Politik getäuscht zu haben (wir berichteten). „Herr Binder ist in seiner Wortwahl und mit seinem aggressiven Ton nicht immer beherrscht. Als ehemaliger Hauptmann der Bundeswehr hätte er eigentlich lernen müssen, sich zu beherrschen. Hinzu kommt, dass die von ihm erhobenen Vorwürfe gegen Aden haltlos und nicht zu beweisen sind“, meint Meyer-Hermann.

veröffentlicht am 11.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Der CDU-Fraktionschef räumt jedoch ein, dass die Politik angesichts der in der Kostenabrechnung für die Sporthalle Nord von einem leitenden Stadtbediensteten vergessenen Abrisskosten in Höhe von 191 217 Euro „geschockt und sprachlos“ gewesen sei. „Das ist aber kein Grund für Binder, so über das Ziel hinauszuschießen“, sagt Meyer-Hermann. Er geht davon aus, dass der SPD-Fraktionschef die Anschuldigungen gegenüber Aden zurücknehmen wird. Auch die erneute Forderung der Sozialdemokraten, die Politik bei Bauprojekten über 500 000 Euro regelmäßig in den jeweiligen Fachausschüssen über die Kostenentwicklung zu informieren, kann der Gruppensprecher nicht nachvollziehen. „Wenn die Zahlen nicht stimmen, bringt das gar nichts“, begründet er. Andernfalls müsse die Politik so tief in die Materie eindringen, dass das nicht zu leisten sei. Bestätigt wird Meyer-Hermann von Ursula Wehrmann. „Ein Stadtbaurat kann sich nicht um jede einzelne Zahl kümmern“, sagt die Frontfrau der Grünen. Er habe auch strategische Ziele zu verfolgen und müsse sich auf seine eigenverantwortlich agierenden Mitarbeiter verlassen können. „Die haben alle Hochschulabschluss – da sollten sie schon mit Zahlen umgehen können“, meint Wehrmann.

Meyer-Hermann und Wehrmann hoffen zwar, dass an der Halle der eine oder andere Euro noch eingespart werden kann, dass jedoch die Budgetüberschreitung in Höhe von fast 400 000 Euro aufgefangen werden kann, glauben sie nicht. Die schwarz-grüne Mehrheitsgruppe nimmt die Verwaltung dafür in die Pflicht, die Kosten für das derzeit mit 21 Millionen Euro veranschlagte Schulzentrum Nord zu senken. „Und zwar deutlich, da sind wir uns einig“, wie der Sprecher und seine Stellvertreterin unisono betonen. Auch Wehrmann bezeichnet die persönlichen Angriffe Binders gegen Aden als „ganz schlechten Stil“. Die Politikerin lobt dafür FDP-Parteichef Klaus-Peter Wennemann, der angesichts des Verwaltungsfehlers vor einer Personaldebatte gewarnt hatte. Wehrmann: „Ich freue mich, dass sich die Liberalen nun so deutlich für eine externe Untersuchung der Verwaltungsstruktur ausgesprochen haben. Das war bislang nicht der Fall.“

Meyer-Hermann


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