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Feuerwehrleute lotsen tierische Einwanderer zur Weser

Gans großes Geschnatter

Hameln. Als Helmut Raabe gestern Vormittag kurz vor 10 Uhr das Fenster öffnete, hörte er lautes, durchdringendes und fast trompetendes Geschnatter. Der 68-jährige Hamelner hatte solche exotischen Geräusche noch niemals zuvor gehört – er schaute in den Garten an der Domeierstraße und sah eine zehnköpfige Gänsefamilie. „Ein Nachbar hat mir zugerufen: ,Ich informiere die Feuerwehr‘“, erzählt Raabe. Und so kam es, dass die Nilgänse ein Fall für die Tierretter wurden. Die afrikanischen Einwanderer sollten auf der Suche nach einem Gewässer nicht vor ein Auto laufen.

veröffentlicht am 24.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:54 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Hamelner Feuerwehr rückte mit zwei Fahrzeugen, Käfigen und Keschern an. Während der Gänsevater die Situation vom Dach eines Hauses aus beobachtete, blieb die Mama zunächst bei ihrem Nachwuchs. Sie flog jedoch davon, sobald sich ihr jemand näherte. Aus sicherer Entfernung stieß der Vogel schrille Laute aus, die sich wie honk-hää-hää-hää anhörten. Offenbar rief die Gänsemutter ihre Küken. Die acht Flauschbälle machten lange Beine, flüchteten teilweise über die Straße auf Hinterhöfe, um sich dort in dunklen Ecken zu verstecken – und doch gelang es Hauptbrandmeister Michael Wömpener und seinen Männern, die Küken nach und nach einzufangen. Weil der Gitterkäfig nicht engmaschig genug war, wurde der Gänse-Nachwuchs in eine Transportbox gesetzt und langsam zur Gröninger Straße getragen. Doch die Elternvögel folgten den Feuerwehrleuten nicht. Nur ein erregtes honk-honk-honk war zu hören.

Wömpener ließ die Küken deshalb wieder frei – und wartete ab. Die Nilgans-Mama flog zu den Kleinen – und im Gänsemarsch ging’s Richtung Thiewall. Das ließen die Tierretter nicht zu. Dort wäre die Familie unter die Räder gekommen. Erneut wurden die Küken eingefangen, diesmal aber in einen Kescher gesetzt. Olaf Köhnen ging langsam vorweg – und siehe da: Die Gänse-Mutter folgte ihm und ihren Küken, der Vater beobachtete das Geschehen von Hausdächern aus. Über Domeierstraße, Gröninger Straße und Invalidenstraße ging es zum Saint-Maur-Platz, wo es eine Treppe zur Weser gibt. Dort wurden die Lütten ausgesetzt. Die Gänsemutter gesellte sich zu ihren Kleinen.

Einen kurzen Videofilm sehen Sie auf dewezet.de

Auf Abwegen: die Nilgans-Mutter und ihre acht Küken. Tierretter der Feuerwehr versuchen, die Altvögel zur Weser zu locken.ube



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