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Verkehrsregelung auf der Behelfsbrücke heute Thema in der Politik

„Für Radler in der Tat heikel“

Hameln (ni). Die Behelfsbrücke über die Weser soll auch weiterhin für den Radverkehr tabu bleiben – sagt die Verwaltung und findet für diese Entscheidung sogar die Unterstützung der Radler-Lobbyisten.

veröffentlicht am 25.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:41 Uhr

Selbst der ADFC rät davon ab, über die Behelfsbrücke zu radeln. Verboten ist es ohnehin.  Foto: Dana
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„Wenn sich an Verkehrsschilder eh niemand hält, soll jeder fahren, wie er möchte.“ Diese Position hat Horst Maler vertreten, nachdem er wiederholt beobachten konnte, dass sich trotz Verbotes immer wieder Lkw-Fahrer über die schmale Notquere drängelten. Doch nach einem Ortstermin mit diversen lokalen Verkehrsexperten und Behördenvertretern an dem neuralgischen Punkt in Hamelns Wegenetz revidierte der Kreisvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) seine Meinung. „Auf der Fahrbahn zu fahren, ist für Radfahrer in der Tat heikel“, sagt Maler heute. Wenn es dort eng werde, hätten Radler wegen des hohen Bordsteins auf der einen und der Absperrung zur alten Bücke auf der anderen Seite keine Ausweichmöglichkeit. Und radeln auf dem Gehweg verbiete sich ebenfalls. „Wenn dort viele Fußgänger unterwegs sind, und das ist ja oft der Fall, wird es auch dort zu eng“, so Maler. So, wie sich die Verkehrssituation auf der Brücke darstellt, bleibe Radfahrern tatsächlich nichts anderes übrig, als ihr Zweirad zu schieben.

Dass Baumaßnahmen nicht ohne Verkehrsbehinderungen abgehen und darum auch alle Verkehrsteilnehmer – Radfahrer inklusive – Abstriche an der Bequemlichkeit machen müssen, räumt auch Maler ein. Ärgerlich findet er nur, dass die Radfahrer bei der Planung solcher Maßnahmen nicht von vornherein mit einbezogen würden. Ein Versäumnis, das er auch den Planern der Behelfsbrücke vorwirft. Als das Bauwerk stand, habe es dann lapidar geheißen, „dann müssen die Radfahrer eben schieben“. Ändern, so Maler, lasse sich daran nun nichts mehr.

Geändert wurde nach der Ortsbesichtigung und auf Anregung des ADFC inzwischen die Beschilderung, die Radfahrern den richtigen Weg über die Brücke weisen soll. Die war laut Maler „sehr unübersichtlich“ und habe die Radler teilweise in eine Sackgasse geführt. Weil die Grünen zum Thema Behelfsbrücke und Radverkehr eine Anfrage an die Verwaltung gestellt haben, wird das Thema heute bei der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses behandelt.



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