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Aktion Mensch: Ferienprojekt schafft besonderes Umfeld für Spiel von behinderten und nichtbehinderten Kindern

Für Joshua zählen nur die Indianer

Hameln. Neben verschiedenen Indianer-Ritualen haben Kinder auch spielerisch den natürlichen Umgang miteinander gelernt: Für das Ferien-Inklusionsprojekt, das in den Osterferien für fünf Tage auf dem Finkenborn stattgefunden hat, wurde von der Stadt Hameln, der Lebenshilfe und dem FiZ (Familie im Zentrum) gemeinsam an einem Strang gezogen. Die Kooperationspartner hatten für Kinder im Alter von sechs bis fünfzehn ein besonderes Umfeld für gelebte Inklusion geschaffen.

veröffentlicht am 13.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Joshua, acht Jahre alt, war dabei und wusste von all den sorgfältig bedachten Rahmenbedingungen der zuständigen Erwachsenen zunächst rein gar nichts. Seine Mutter hatte ihm bewusst auch nichts davon erzählt, das die Hälfte der zwölfköpfigen Gruppe aus behinderten Kindern bestehen würde, als sie ihn über das FiZ angemeldet hatte.

Für ihren Sohn habe das Thema der Woche „Indianer“ im Vordergrund gestanden. „Joshua hat so die Zusammensetzung der Gruppe als Normalität angesehen“, sagt sie. „Bisher hatte er kaum Kontakt zu behinderten Kindern, die Tage waren eine wertvolle Bereicherung.“ Die Erfahrung der Inklusionswoche ging so weit, dass Joshua es zuhause auch gar nicht erwähnenswert fand, wie die Gruppe zusammengesetzt war. Und wie war es nun praktisch für Joshua? „Dass wir gemeinsam in den Wald gegangen sind und nach Spuren gesucht haben, war super. Ich wäre gerne mehr gerannt, aber das ging leider nicht so gut. Auch wäre ich mal gerne quer durch den Wald gegangen.“ Ganz stolz war Joshua auf seine selbst angefertigte Indianerkleidung und seinen Indianernamen, der laute nämlich Winnetou. Alle zwölf Kinder trugen weiße T-Shirts, die jeder nach seinen Fähigkeiten kreiert hat. „In der Woche wurden viele Talente entdeckt, die für die Gruppe nützlich gewesen sind. Ganz so, wie es bei den Naturvölkern der Fall ist“, sagt Gruppenleiterin Antara Raiy Frei. Vera Groß vom Familienentlastenden Dienst der Lebenshilfe gehörte zu den Projektleitern. „Die Kinder konnten hier in geschütztem Rahmen ganz ungezwungen Kontakte knüpfen. Das Helfen untereinander funktionierte auch sehr gut.“ Finanziert wurde das Projekt laut Julia Kraaz vom FiZ durch die Aktion Mensch.git



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