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Prozess um Sexualdelikte fortgesetzt / Weiteres Opfer sagt aus

Für den Angeklagten wird es eng

Hameln/Hannover. Am zweiten Tag im Prozess um zwei „überfallartige Sexualdelikte“ in Hameln, die Redha M. zur Last gelegt werden, hat gestern eine weitere Frau vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Hannover ausgesagt. Es wird eng für den Angeklagten. Sowohl die Aussagen des ersten als auch des zweiten Opfers belasten den 37 Jahre alten Vater einer 14 Monate alten Tochter schwer. Aber auch sein an einem Tatort sichergestelltes Blut und die Hautschuppen im Körper einer heute 25-Jährigen, die am frühen Morgen des 30. August in einen Durchgang an der Bahnhofstraße in Hameln gezogen und dort vergewaltigt wurde, sprechen eine deutliche Sprache. Der Nordafrikaner hat bislang nur zugegeben, am 24. Juli vergangenen Jahres gegen 1 Uhr früh im Hamelner Bürgergarten zufällig einer 48-Jährigen begegnet zu sein. Er habe sie auf Französisch angesprochen. Die Frau sei daraufhin stehen geblieben, habe Deutsch gesprochen. Redha M. hat eingeräumt, sie kurz darauf umarmt und auch ihre Brust berührt zu haben. „Ich wollte meinen Spaß“, hat er gesagt.

veröffentlicht am 12.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:42 Uhr

Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Das Opfer schildert die Situation anders: Der Fremde habe sie angesprochen. Sie sei weitergegangen. Der Angeklagte habe sie verfolgt, eingeholt und zu Boden gezogen. Redha M. soll sich auf sie gesetzt und angefangen haben, ihre Jacke zu öffnen. Der Angeklagte hätte versucht, seine Hose herunterzuziehen. „Ich habe um Hilfe gerufen.“ Vier junge Leute wurden auf die Situation aufmerksam. Zeugen berichten, der Tatverdächtige sei aufgestanden und habe seine Hose hochgezogen. Dann sei er weggelaufen. Zwei Ersthelfer verfolgten ihn und drückten ihn bis zum Eintreffen der Polizei zu Boden.

Mit der brutal ausgeführten Vergewaltigung, die sechs Wochen später an der Bahnhofstraße verübt wurde, will Redha M. nichts zu tun haben. Warum dort sein genetischer Fingerabdruck gefunden wurde, kann er sich nicht erklären. Im Gerichtssaal hat das Opfer den Asylbewerber aus Algerien wiedererkannt. Die Fortsetzung ist für den 22. Februar geplant.



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