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Für das Klima: Gärtnern statt Gran Canaria

veröffentlicht am 06.11.2012 um 16:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln. Niko Paech kommt ohne Handy, Fernseher und Auto durchs Leben. Er ist seit 30 Jahren Vegetarier und fliegt aus Prinzip nie. Damit praktiziert er, was er predigt: Angesichts von schwindenden Ölvorräten und wachsenden Umweltschäden, sieht der Oldenburger Uni-Professor einen Ausweg nur im „kreativen Unterlassen“. Von Frank Henke

Am Donnerstag ist Paech auf Einladung von „Weserbergland im Wandel – Transition Hameln“ zu Gast in der Sumpfblume. Die Dewezet sprach Paech vorab.

Herr Prof. Paech, es gibt zwei Dinge, für die die Deutschen mit Begeisterung größere Summen Geld ausgeben: Das eine sind Urlaubsreisen, das andere Autos. Sie wollen ihnen gleich beides madig machen. Warum?

Flugreisen und Autoverkehr zählen zu den Sargnägeln der ökologischen Grundlagen. Man kann, wenn man als Individuum so etwas wie ökologische Schadensmaximierung betreiben will, im Grunde nichts Besseres tun, als möglichst viele Urlaubsreisen zu buchen und viel mit dem Auto zu fahren. Zudem wird schlicht die Ressourcen-Basis wegbrechen, die uns erlaubt zum Dumpingpreis diese Art der Mobilität zu praktizieren. Ich rede von „Peak Oil“. Dies bezeichnet die Förderhöchstmenge des konventionellen Rohöls. Wir haben diesen Punkt irgendwann zwischen 2005 und 2009 erreicht. Jetzt stehen wir wie das Kaninchen vor der Schlange und warten regelrecht darauf, dass die Preise für Rohöl extrem ansteigen. Mit dieser Situation werden wir dann irgendwie umgehen müssen. Wir werden nicht nur erleben, dass wir einen sesshafteren Lebensstil werden praktizieren müssen, sondern auch, dass Teile unserer Wirtschaft nicht mehr funktionieren werden. Aber, was auch herauskommen wird: Wir werden vielleicht sogar glücklicher sein, als wir es jetzt sind. Die Welt, in der wir jetzt leben, stellt eine permanente Überforderung dar. Wir sind restlos reizüberflutet und gar nicht mehr in der Lage all das zu verarbeiten, was wir uns leisten können und was den Rhythmus unseres Lebens ausmacht.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Dewezet.



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