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Handelslehranstalt verleiht Schülerpreise / Torsten Kramer auf Wunsch der Jugendlichen geehrt

Fünf „Oscars“ und ein Lehrer des Jahres

Hameln. An Prominenz herrschte kein Mangel in der Handelslehranstalt: Kultusstaatssekretär Stefan Porwol, viele Vertreter aus Rat und Verwaltung sowie, dem Charakter der Bildungseinrichtung entsprechend, zahlreiche hochrangige Wirtschaftsvertreter feierten mit ausgezeichneten Schülern und deren Lehrern die „Oscar-Verleihung“. Der Staatssekretär würdigte die vielfältigen Kooperationen und Netzwerke zwischen HLA und örtlicher Wirtschaft und riet den Preisträgern: „Seien Sie neugierig auf die Zukunft!“ Der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Brandt, selbst gelernter Pädagoge, stellte fest: „Lob ist wirksamer als Kritik.“ Die Preisträger seien Beleg dafür, dass die sonst viel geschmähte Jugend durchaus leistungsfähig und leistungswillig sei.

veröffentlicht am 18.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Von wegen unmotivierte Jugendliche! Das hier nötigt mir allerhöchste Bewunderung ab. Hauptschulabschluss, dann zwei Jahre Berufsfachschule Wirtschaft, dann Fachgymnasium, ohne Unterstützung, nebenbei als Putze jobben und im Supermarkt an der Kasse sitzen, um die Miete zu zahlen? Respekt!“, so ein Gast bei der diesjährigen Verleihung der „HLA-Oscars“, mit denen die Handelslehranstalt Schülerinnen und Schüler für außergewöhnliche fachliche Leistungen und anerkennenswertes soziales Engagement auszeichnet.

Und das offenbar mit großem Erfolg, denn die fünf Preisträger haben trotz ihrer Jugend in der Tat bereits Erstaunliches geleistet. Nicht nur können sie Notendurchschnitte vorweisen, die selbst altgestandene Schulleiter erblassen lassen, sondern einige, wie etwa Liliana Dargel, haben bereits ganz ohne Hilfe außergewöhnliche Belastungen meistern müssen.

Die 23-Jährige ist Jahrgangsbeste und musste vor drei Jahren ihre Heimat Bonn verlassen, war alleine nach Hameln gekommen und arbeitete neben der Schule noch als Reinigungskraft und in einem Supermarkt. Trotzdem unterstützte sie im HLA-Schülernetzwerk ihre Mitschüler.

Großer Applaus auch für die 21 Jahre alte Saskia Stromitzki, die trotz eines glatten 1,0-Notenschnitts wegen familiärer Schwierigkeiten trotz bereits erfolgter Zulassung ein Studium an der Berliner Humboldt-Universität nicht antreten konnte. Saskia musste sich eine kleine Wohnung nehmen und sich ihre Ausbildung ebenfalls durch Arbeit neben der Schule verdienen, da sie weder familiäre noch staatliche Unterstützung erhält.

Neben den beiden jungen Frauen erhielten auch Marius Bohl, Ronny Matz und Kai-Uwe Volta den „HLA-Oscar“. Die begehrte Auszeichnung überreichten Nils Bradtmöller von der Volksbank Hameln-Stadthagen, Autohändler Hans Otto Südmersen und Baustoffhändler Franz Schaper. Völlig überrascht zeigte sich Torsten Kramer, der aus den Händen des „goldenen“ HLA-Abiturienten Jürgen Himstedt dessen vor fünf Jahren gestifteten, mit 1000 Euro dotierten Lehrerpreis entgegennahm. Der 47-jährige Informatik- und Sportlehrer, eigentlich gelernter Diplomkaufmann, unterrichtet seit 2003 an der Handelslehranstalt. Er wurde auf Bitten vieler Schüler ausgezeichnet.



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