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Im Auftrag der Polizei – Citipost verteilt Zeugenaufruf an 1000 Haushalte

Führen Flyer auf die Spur des Opfers?

veröffentlicht am 08.12.2015 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Auch drei Tage nach der Kollision fehlt von der Person jede Spur. Unklar ist, wie schwer der Fußgänger verletzt wurde. Am Sonntag gingen die Ermittler noch davon aus, dass der Angefahrene „schwerste Verletzungen“ erlitten haben muss. Am Montag kamen Unfallanalytiker zu dem Schluss, dass die Wunden „nicht zwingend lebensbedrohlich“ sein müssen. Inzwischen schließt das für Verkehrsdelikte zuständige 7. Fachkommissariat nicht mehr aus, dass der Gesuchte – vermutlich handelt es sich um einen Mann – bei dem Zusammenstoß nur leicht verletzt wurde und nach Hause gegangen ist. „Wir haben jedenfalls keine Blutspuren gefunden – weder am Fahrzeug noch an der Kollisionsstelle“, sagt Oberkommissar Jens Petersen. Die Frage ist nur: Warum meldet sich das Opfer nicht? War es vielleicht ein Straftäter? Die Polizei kann das zwar nicht ausschließen, sie hat aber auch keine Hinweise darauf. Allerdings wurden am Samstagabend in Hameln, in Afferde und in Klein Berkel Wohnungseinbrüche verübt.

Nachdem die Dewezet über den mysteriösen Verkehrsunfall in ihrer Online- und Printausgabe berichtet hatte, gingen drei Hinweise aus der Bevölkerung ein. „Wir haben aber lediglich Informationen zu der an der Landesstraße 433 gefundenen Stoffjacke mit Fellkragen an der Kapuze erhalten“, sagt der Beamte. Die Jacke der Größe 2XL sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ von dem Gesuchten getragen worden. Die Auffindesituation und der Zustand des Kleidungsstücks ließen diesen Schluss zu. Ganz sicher ist das jedoch nicht. Die gut erhaltene Jacke könnte auch von einer anderen Person weggeworfen worden sein.

Möglicherweise hat jemand irgendwo einen Verletzten gesehen, weiß aber noch nichts von dem Unfall. Um auch diejenigen zu informieren, die weder einen Internet-Anschluss noch ein Zeitungsabo haben, hat Jens Petersen am Dienstagnachmittag 1000 Flyer ausgedruckt. Sie sollen heute mit der Citipost Weserbergland in den Dörfern Halvestorf, Hope, Weidehohl, Bannensiek, Herkendorf und Haverbeck verteilt werden. „Wir hoffen sehr, dass jemand den Gesuchten gesehen hat und uns anruft“, sagt der Oberkommissar. Die Polizei will so schnell wie möglich Licht in das Dunkel bringen.

Eigentlich sollten gestern Personenspürhunde der Polizei, sogenannte Mantrailer, versuchen, eine Fährte aufzunehmen. Das Vorhaben wurde jedoch am Vormittag verworfen. „Der Hundeführer hat uns gesagt, es müsse 100-prozentig sicher sein, dass die Jacke von dem Unfallopfer stammt“, erklärt Petersen. Ansonsten mache die Suche mit einem solchen Geruchsträger keinen Sinn.

Den Einsatz von weiteren Flächensuchhunden hält die Polizei für nicht sinnvoll. Bereits am Sonntag hatten Rettungshunde den Bereich rund um die Unfallstelle abgesucht. Das müsse man nicht ein zweites Mal tun, meinen die Ermittler. Dass das Opfer irgendwo schwer verletzt liegt, schließt die Polizei „nach derzeitiger Bewertung der Lage“ ohnehin aus.



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