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Heute stehen die ganz Kleinen im Fokus

Frühstart ins Leben

HAMELN. Der heutige 17. November steht im Zeichen der ganz Kleinen, die etwas zu früh das Licht der Welt erblicken. Schließlich kommt nicht nur für sie und ihren Organismus alles zu früh, sondern auch für die Frühcheneltern, die plötzlich neuen Herausforderungen gegenüberstehen.

veröffentlicht am 17.11.2016 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 17.11.2016 um 09:30 Uhr

Der Welt-Frühgeborenen-Tag thematisiert die Frühgeburt und ihre Folgen. „In Deutschland erblicken jährlich ca. 60 000 Kinder zu früh das Licht der Welt. Demnach ist eines von zehn Neugeborenen ein Frühchen“, erklärt Dr. Thomas Noesselt, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont.

Gleichbedeutend sind Frühchen damit die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands. Trotz dieser Tatsache würden Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder nicht entsprechend wahrgenommen.

Wenn das Kind vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird, gilt es als Frühgeborenes. Im Sana-Klinikum Hameln-Pyrmont würden Frühgeborene ab der 29. Schwangerschaftswoche und ab einem Gewicht von 1250 Gramm entbunden und stationär behandelt, erklärt Dr. Noesselt. Sechs Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm kamen im vergangenen Jahr im Hamelner Krankenhaus zur Welt, fünf waren es in diesem. Insgesamt elf vor der 32. Schwangerschaftswoche geborene Kinder waren es 2015 im Sana-Klinikum, bereits zwölf in diesem Jahr. Die Arbeit der Neonatologen (Neu- und Frühgeborenenärzte) beginne jedoch bereits vor der Geburt, erklärt Dr. Philipp von Blanckenburg, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Besonders bei Schwangeren mit vorzeitigen Geburtsbestrebungen führen wir täglich fachübergreifende Besprechungen mit den Geburtshelfern durch, um das weitere Vorgehen planen zu können.“

Nach der Geburt bleibe oberstes Gebot, die Bindung zwischen Mutter und Kind so eng wie möglich zu halten, weshalb das „Bonding“ ein wesentlicher Bestandteil der Zeit kurz nach der Geburt ist. Hierzu wird das Kind auf die Brust der Mutter gelegt. Diese Nähe zum Herzschlag der Mutter leitet das Abflauen von Stresshormonen ein.

„Auch für den Fall, dass das Frühgeborene aus gesundheitlichen Gründen noch einige Zeit bei uns auf der neonatologischen Station verbringen muss, sollen die Eltern von Anfang an die wichtigsten und engsten Bezugspersonen sein“, erläutert von Blanckenburg.

Um diesen engen Kontakt zu gewährleisten, sind auch auf der neonatologischen Intensiv- und Überwachungsstation Elternbesuche rund um die Uhr erlaubt und erwünscht. Neben einer zentralen Monitor-Überwachungsanlage und modernen Beatmungsgeräten, stehen hier ein mobiles EKG, ein digitales EEG und ein Hochleistungs-Ultraschallgerät zur Verfügung.



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