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Klinik für Kinder- und Jugendmedizin von der Hermannstraße auf Gelände des Sana-Klinikums umgesiedelt

Früherkennungsstelle setzt jetzt auf die kurzen Wege

Hameln (red). „Eigentlich müsste mein Kind doch längst alleine sitzen können!?“, „Andere Kinder in dem Alter sprechen doch schon viel mehr!“, „Ist mein Kind ein Spätentwickler oder ist etwas nicht in Ordnung?“ – Diese und andere Fragen bewegen häufig Mütter und Väter von Kindern im Alter zwischen null und sechs Jahren.

veröffentlicht am 17.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:21 Uhr

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Antworten finden diese Eltern – sofern sie im Landkreis Hameln-Pyrmont wohnen – in der Früherkennungsstelle am Sana-Klinikum. Dort berät ein Team aus Kinderärzten, Heilpädagogen, Sprachheilpädagogen, Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten und gibt Ratsuchenden gegebenenfalls auch Hilfestellung bei erforderlichen Anträgen zur Förderung. „Bisher waren wir in der Hermannstraße untergebracht, ab sofort sind wir als Teil der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im ehemaligen Schwesternwohnheim auf dem Gelände des Sana-Klinikums zu finden. Hier haben wir kurze Wege zu weiteren Facheinrichtungen der Klinik und können so noch besser auf die vielen Facetten einer Beratung reagieren“, erläutert Dr. Maike Brandt, Kinderärztin in der Früherkennungsstelle.

Das Beratungsspektrum ist weit gefasst. Ob es um motorische Entwicklungsverzögerungen, geistige oder körperliche Behinderung, Sprach- oder Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme oder Wahrnehmungsstörungen geht – die Experten in der Früherkennungsstelle stehen betroffenen Familien mit Rat und Tat zur Seite. Dazu gehören auch Nachuntersuchungen bei Frühgeburten oder anderen risikoreichen Umständen rund um die Geburt.

Der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Philipp von Blanckenburg, freut sich über die Nähe der Früherkennungsstelle zur Kinderklinik. Nicht selten würden erste Hinweise auf eine benötigte Beratung während eines Klinikaufenthaltes der Kinder festgestellt und die Eltern dann auf die umfassenden Möglichkeiten hingewiesen. Das Thema sei extrem wichtig, so von Blanckenburg. „Die ersten Lebensjahre sind für die körperliche und geistige Entwicklung entscheidend, und etwaige Defizite können in dieser Zeit oft noch weitgehend oder sogar vollständig behoben werden.“

Gemeinsamer Träger der Beratung sind der Landkreis, das Land Niedersachsen und die Krankenkassen. Eltern können ihr Kind jederzeit und ohne Überweisung anmelden. Die Beratung ist kostenlos. Zu erreichen ist die Früherkennungsstelle unter der Telefonnummer 05151/97-2118.

Fiete und Hannes machen mit der Kinderärztin Dr. Karoline Praus in den neuen Räumen der Früherkennungsstelle einen Formentest.

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