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Bagger schütten Gräben wieder zu / Händler ertragen Lärm und Dreck zumeist mit Fassung

Frost legt Baustelle in der Fußgängerzone lahm

Hameln (ni/jbr). Temperaturen um zehn Grad minus und eisiger Ostwind – der unerwartete Wintereinbruch macht den Bauarbeitern in der Hamelner Fußgängerzone einen Strich durch den Zeitplan. Statt weiter Rohre, Kabel und Pflastersteine zu verlegen, drückt ihnen das Wetter eine Zwangspause auf.

veröffentlicht am 31.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 02:41 Uhr

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Die Strom- und Wasserleitungen in der Osterstraße sind verlegt; gestern wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, den aufgerissenen Graben wieder zuzuschütten und so den erforderlichen Frostschutz für die Rohre zu gewährleisten. „Wir müssen alles daransetzen, dass an den Leitungen nichts passiert und das Wasser in den Rohren nicht gefriert“, sagt ein Mitarbeiter der Bauverwaltung. Zu diesem Zweck werde sogenannter Frostschutz-Kies eingearbeitet, darüber dann die Tragschicht aus Schotter verteilt. Solange es so eisig bleibt, sei an Pflasterarbeiten nicht zu denken. Denn bei den zurzeit herrschenden Minusgraden würde auch die Splittschicht gefrieren, in die die Steine gebettet werden. Eine Verdichtung dieser Schicht wäre dann nicht möglich.

Anders als in der Osterstraße kann der tiefe Graben in der Mitte der Bäckerstraße trotz der plötzlich angebrochenen Eiszeit offen bleiben. Durch die neuen Wasserleitungen, die hier schon verlegt sind, fließt noch kein Wasser; sie sind bislang nicht an das Netz angeschlossen. Die Häuser werden noch über die alte Wasserleitung versorgt – und die liegt nicht frei, sondern von Erde bedeckt in frostsicherer Tiefe.

Der Einzelhandel in der Bäckerstraße versucht sich mit mit den durch die Bauarbeiten bedingten Unbequemlichkeiten zu arrangieren. „Schön ist das alles nicht, aber es lässt sich nun mal nicht ändern“ – so der allgemeine Tenor angesichts des in der Mitte verlaufenden Grabens, der die Fußgänger über eine lange Strecke entweder auf die linke oder rechte Straßenseite zwingt. Ein paar Brücken über den Graben wären gut, heißt es. Aber auch: „Die Arbeiter müssen schließlich auch zusehen, wie sie am besten weiterkommen.“ Und meuternde Kunden, die sich über erzwungene Umwege aufregen, gebe es nicht. „Die haben höchstens Mitleid mit uns, weil wir uns den ganzen Tag den Lärm der Baumaschinen antun müssen“, sagt eine Verkäuferin.

Auch Annika Ohland, Mitarbeiterin bei Fleischerei Steding, bleibt gelassen: „Der Lärm ist zwar auf Dauer ein bisschen nervig – aber auszuhalten“, sagt die 19-Jährige. Das Ende sei langsam in Sicht, da heiße es noch mal für ein paar Wochen „Zähne zusammenbeißen“. Dieser Meinung ist auch Giuseppe Cimelli, Inhaber von Pizzeria da Mario: „Da wir es sowieso nicht ändern können, nehmen wir es eben hin und machen das Beste daraus“, sagt er. Doch ein bisschen bangt er um sein Geschäft: „Für den Stand ist die Baustelle direkt vor der Tür schlecht. Durch den Lärm und den engen Weg halten weniger Leute an, um etwas zu essen“, sagt er. Die Einnahmen seien gesunken. Deutlich verärgert ist hingegen Uwe Blawat vom Brillenfachgeschäft Pro Optik in der Bäckerstraße. „Der Lärm, vor allem aber auch der ganze Dreck, der in den Laden weht, nerven gewaltig“, sagt der Verkäufer. Außerdem seien die engen Gassen, die an den Geschäften vorbeiführen, eine Zumutung für Frauen mit Kinderwagen.

Schnell wieder zu: Gestern schlossen Bagger die Gräben in der Fußgängerzone. Die Leitungen sollen vor dem Frost geschützt werden.

Fotos: Wal



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