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Wie man Forsythie, Wildkirsche, Hasel & Co. selbst in der kleinsten Wohnung in Szene setzt

Frische Zweige holen den Frühling ins Haus

Zweige. Sie sind die ersten Frühlingsboten nach dem Winter. Immer wieder ist es ein Wunder der Natur, wenn aus scheinbar trockenem Holz zaghaft Blätter und Blüten sprießen. Verständlich, dass Zweige deshalb schon Wochen vor Ostern den Weg in unsere Stuben und Dielen finden, wo sie in Vasen, Schalen oder Krügen ihren Zauber entfalten. Einen Platz für Zweige findet man selbst in der kleinsten Wohnung. Es hängt nur von einem passenden Gefäß ab, um den pflanzlichen Schmuck wirkungsvoll zu inszenieren.

veröffentlicht am 08.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

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Zweige gehörten schon zu heidnischen Zeiten zu den Osterbräuchen, auch wenn sie damals nicht als Dekoration dienten. Vielmehr sollten die geweihten Zweige der „Palmweihe“ das Haus vor Blitz und Feuer schützen. Auch wurden sie mit den Schalen von Ostereiern und den Kohlen der Osterfeuer in die Ecken der Felder gesteckt oder vergraben, um diese fruchtbar zu machen. Heute werden Zweige wegen ihrer attraktiven Strukturen oder zarten Blüten geliebt, die sie in einer warmen Stube schnell entfalten.

Auf dem Wochenmarkt findet man eine Vielfalt an Zweigen für kleine und große Vasen. Marianne Piepenbrink bietet Forsythien, Wildkirschen, Korkenzieherweide und -hasel sowie japanische Zierkirschen an. Je nach Größe des Straußes kosten die Zweige bei ihr zwischen 2 und 2,50 Euro. Andere Marktbeschicker haben auch zierliche Sauerkirschen-Zweige oder Kätzchen im Angebot. Leuchtend gelbe Lichtgestalten wie Forsythien mögen keine Konkurrenz und sind auch ohne Osterschmuck ein Hingucker in der Wohnung. Am wohlsten fühlen sie sich in einer großen Bodenvase. Dann können sie ihre ganze Pracht entfalten. „Forsythien halten sich aber nicht so lange wie die Wildkirsche“, weiß Marianne Piepenbrink. Die weißen Kronen der Wild- oder Sauerkirsche blühen eine Woche lang im Warmen. Wer rosa Blüten bevorzugt, ist mit japanischer Zierkirsche gut bedient. Während die Korkenzieherhasel wegen ihrer gewundenen Zweigstrukturen gern als Trockenstrauß verwendet wird und als Solist punktet, bevor sie mit Ostereiern geschmückt wird, sprießen an der Korkenzieherweide in der Stube bald hellgrüne Blättchen. Im Wasser bildet sie schnell Wurzeln aus und kann später rausgepflanzt werden.

Wer nicht bis kurz vor Ostern warten will, sondern sich jetzt schon den Frühling ins Haus holen will, sollte Folgendes beachten: Am schnellsten erblühen Zweige, die schon deutliche Knospen tragen. Sehr trockene Zweige belebt man, indem man sie über Nacht in lauwarmes Wasser legt. Das tut übrigens auch frischen Zweigen gut. Bevor sie in die Vase kommen, die Zweige schräg anschneiden und die Schnittfläche etwas weichklopfen, dann wird das Wasser besser aufgenommen. In einem hellen, warmen Zimmer kann man Zweige schnell zum Blühen bringen, dunkle und kalte Zimmer bremsen dagegen die Entwicklung der Blüte. Trockene Zweige, die noch keine Knospen zeigen, sind nahezu unkalkulierbar: Es kann Wochen dauern, bis sie blühen, und manche blühen nie. Sie eignen sich dann nur für die österliche Dekoration.

Ob man zu langen oder kurzen Zweigen greift, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Räumlichkeiten. Nicht jeder hat Platz für eine Bodenvase. Doch auch in kleinen Gefäßen kommen Zweige groß raus: Stellt man mehrere Fläschchen auf der Fensterbank zu einer Reihe auf und bestückt sie mit einzelnen Quitten- oder Kirschzweigen, ergibt das einen hübschen Effekt. Auch in flachen Schalen lassen sich Zweige ansprechend arrangieren, und wenn man dann noch einen Frühblüher oder eine Efeurispe dazulegt, erhält man einen attraktiven Tischschmuck.

Wer jetzt schon Zweige daheim erblühen lässt und sich später für Ostern frische wünscht – kein Problem: Auf dem Markt gibt es genügend Auswahl.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

Forsythien, Wildkirsche, Weide und Korkenzieherhasel: Nicht nur Marianne Piepenbrink bietet derzeit auf dem Wochenmarkt eine große Auswahl an Zweige an. Foto: Dana



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