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Vokalkreis Hameln trifft auf Tone Fish

Friedensbitte bei keltischer Messe

HASTENBECK. Es war fast wie eine Bitte an die Welt, an einem Abend, an dem amerikanische, französische und britische Bomben auf Syrien fielen: Der Vokalkreis Hameln intonierte gemeinsam mit der Band Tone Fish in der evangelischen Kirche von Hastenbeck im Rahmen einer keltischen Messe das Lied „Deep Peace“

veröffentlicht am 15.04.2018 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 15.04.2018 um 19:30 Uhr

In besonderem Ambiente begeisterte der Vokalkreis Hameln gemeinsam mit der Band Tone Fish die Zuhörer bei der keltischen Messe in der evangelischen Kirche in Hastenbeck. Foto: hx

Autor:

Peter Höxter
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Und es wurde nicht nur wegen des aktuellen Bezugs ein Konzert der besonderen Art.

In der voll besetzten Kirche musste sogar der Mittelgang bestuhlt werden, damit alle Liebhaber guten Chorgesangs – diesmal gepaart mit einer Folk Band der Extraklasse – einen Sitzplatz fanden. Mit den Songs „Open Your Eyes“ und „As I Roved Out“ stimmte Tone Fish zunächst die Zuhörer klanglich mit irischem Folk ein, bevor der Vokalkreis unter der Leitung von Birgit Albrecht gemeinsam mit der Band die auf Texte des Heiligen Columban aus der Zeit um 563 nach Christus zurückgehende Keltische Messe mit dem Titel „Das Licht in unserem Herzen“ begann. Diese Musik soll helfen, die Grenzen zwischen Gebet und Politik, Glauben und Normalwelt zu überwinden.

Vor der Kulisse des aufwendigen Altars der Kirche in Hastenbeck, verziert mit Engeln und goldenen Ornamenten sowie passendem grünen Licht, der Farbe Irlands, bot das rund 50-köpfige Ensemble des Vokalkreises, unterstützt durch die besonderen Akzente der Querflöte von Michaela Jeretzky und dem Akkordeon von Bianca Kaup, eine eindrucksvolle Klangfülle. Den neben Birgit Albrecht weiteren Solisten Dagmar Lange, Nina Bobe und Bernd Lühr gelang es, ihren jeweiligen Liedern noch einmal eine besondere Farbe zu geben.

Es war erstaunlich, wie zudem die Akustik der Kirche den ausgewogenen Klang der oft getragenen Lieder noch unterstützte und damit den Zuhörern teilweise eine Gänsehaut bescherte. So war es wenig verwunderlich, dass es am Ende nach dem stimmgewaltig vorgetragenen „Halleluja“ begeisterte stehende Ovationen aus dem Publikum gab.

„Wir sind überwältigt“, freute sich Birgit Albrecht, und natürlich gab es die erhofften Zugaben. Mit „All Through the Night“, passend zur späten Stunde, und „Early in the Morning“, einem Lied über Liebe, Treue und Kummer, zeigten die Sänger erneut ihre vielstimmige Bandbreite.

Stefan Gliwitzki, Sänger und Gitarrist der Band Tone Fish, legte gemeinsam mit dem Schlagzeuger Jochen Siepmann und dem Bassisten Jonas Peters, die es verstanden, unaufdringlich den Rhythmus voranzutreiben, ein wunderbares Klangfundament. Und um den Abend so ausklingen zu lassen, wie er begonnen hatte, brachte Tone Fish mit „Rock Paper Scissors“ und „Englishman in New York“, unterstützt vom Chor, die Zuhörer noch einmal in Schwung.

Doch den Schlusspunkt setzte der Chor mit einer besonderen Geste: Statt Blumen übergaben sie ihrer Leiterin und den Bandmitgliedern ein Präsent passend zum Abend – ein schönes irisches Guinness-Bier.



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