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Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr teilweise kontrovers diskutiert / IG-Vorsitzender „verwundert“

Friede auf Erden scheint fraglich zu werden

Hameln (CK). Oliver Bösche hat einen frommen Wunsch: Zur Zeit des Weihnachtsmarktes, und möglichst auch danach, wünscht sich der neue Hamelner Stadtmanager eine „Pax Hamelna – ein bisschen Frieden“ in der Stadt. Doch Bösches Ziel könnte Wunschdenken bleiben – jedenfalls wurde das Thema gestern im Ausschuss für Recht und Sicherheit mehr als eine Stunde lang und natürlich auch kontrovers diskutiert.

veröffentlicht am 31.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 02:41 Uhr

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So erntete Christine Barner von der Verwaltung erst einmal fraktionsübergreifenden Protest für ihre Behauptung, die Querelen der vergangenen Jahre rund um den Weihnachtsmarkt seien lediglich von der Dewezet „hochgekocht“ worden. „Auch viele Bürger haben Kritik geübt“, wusste etwa Ursula Wehrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat. Rückendeckung bekam sie dafür vom Christdemokraten Jobst Brüggemann („Daran, dass der Hamelner Weihnachtsmarkt in den letzten zwei Jahren gelitten hat, ist nicht die Presse schuld.“) und der Sozialdemokratin Waltraud Mehring. „Wir hatten keine Querelen mit der Zeitung, sondern mit der Verwaltung“, sagte sie.

Vielleicht aber könnte die „regionale Geschlossenheit“, die der Stadtmanager einfordert, doch noch erzielt werden. Dezernentin Gaby Willamowius stellte den Politikkern nämlich eine neue, vereinfachte und vereinheitlichte Gebührensatzung vor, die den ungeteilten Beifall der Politik fand.

„Die Neukonzeption gibt uns die Möglichkeit, hieraus einen Spezialmarkt zu machen und die Kosten zusammenzuführen, und das alles mit großer Transparenz“, versprach sie. Danach bleibt die Stadt Hameln zwar Veranstalter des bunten Treibens, lässt aber die inhaltliche Ausgestaltung durch die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) vornehmen. Das soll auch den Beschickern – für die rund 70 Plätze haben sich in diesem Jahr etwa 140 Standbetreiber beworben – Planungssicherheit geben.

Lob gab es für die Verwaltung hierfür, unter anderem von Werner Sattler (SPD), der eine „professionelle Handschrift“ erkannte. Und Bösche, der für das Programm und die Werbung 100 000 Euro („netto“) zur Verfügung hat, setzt auf Klotzen statt Kleckern, besonders bei der Werbung. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass der Lokalsender Radio Aktiv, den er mit einbinden möchte, keine Werbung senden darf.

Die Tatsache, dass Imbissstände künftig auf 50 Quadratmeter beschränkt bleiben müssen, wird nach Auffassung von Gerhard Paschwitz außerdem für Zündstoff sorgen. „Wir werden Diskussionen bekommen, denn das ist ein Verstoß gegen die Besitzstandswahrung.“ Konterte Christine Barner: „Einen Bestandsschutz gibt es nicht.“ Die Befürchtung von Brüggemann, damit schaffe man „Einheitsbuden“, wies die Dezernentin zurück. Dadurch bekomme Hameln im Gegenteil Vielfalt, glaubt sie.

Peter Ehlerding, Vorsitzender der IG Weihnachtsmarkt, die in den vergangenen Jahren noch für Programm und Werbegroschen verantwortlich gezeichnet hatte, ist nach eigenen Aussagen „verwundert“ über die Veränderung des Kriterienkatalogs und fragt: „Warum wird das alles immer im stillen Kämmerlein beschlossen, statt dass sich alle gemeinsam an einen Tisch setzen?“, lautet seine eher rhetorische Frage an die Verwaltung.

Weihnachtsmarkt in Hameln: Die Kriterien wurden geändert, die Gebühren vereinfacht. Kontroverse Diskussionen gab es gestern trotzdem wieder.

Foto: Dana



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