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Vier Monate nach Grenzbezieher-Idee steht Initialzündung noch aus

Freilichtbühne in der Schwebe

HAMELN. Kunst und Kultur auf dem Klüt: Diese Vision hatten die Grenzbezieher Anfang des Jahres mit ihrer Idee für eine Freilichtbühne am Klütturm in den Raum gestellt. Doch gut vier Monate nach diesem Vorstoß des „Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege“ steckt die Idee immer noch in den Kinderschuhen. Untätig sind Präsident Werner Sattler & Co. aber auch nicht gewesen.

veröffentlicht am 24.04.2017 um 18:16 Uhr

Ein Konzert auf dem Klüt im Rahmen des Schlösserfestivals im Jahr 2009 war für die HMT ein Überraschungserfolg. Zu Folgeveranstaltungen kam es seitdem jedoch nicht. Foto: pr
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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So hat inzwischen das von den Grenzbeziehern angekündigte Gespräch mit der Hameln Marketing und Tourismus (HMT) GmbH stattgefunden. Für Sattler und Grenzbezieher Jens Kursawe war die HMT der erste Ansprechpartner auf der Suche nach Mitstreitern für ihr Klüt-Projekt. „Die HMT hat die Idee positive aufgenommen“, sagt Sattler. In dem im Februar geführten Gespräch erinnerten HMT-Geschäftsführer Harald Wanger und Mitarbeiter Oliver Meinecke daran, dass die HMT auf dem Rundplatz am Klüt bereits eine Veranstaltung durchgeführt hat. Im Rahmen des gemeinsam mit dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont veranstalteten Schlösserfestival im Jahr 2009 war das Konzert auf dem Klüt der Überraschungserfolg. „Das Gelände am Turm sollte man häufiger als Spielstätte nutzen“, hatte Meinecke damals der Dewezet gegenüber gesagt. „Es ist mit dem Blick über Hameln eine tolle Location, die nur entsprechend vorbereitet werden müsste.“ Schon damals stand die Idee vom Klüt als dauerhafter Veranstaltungsort im Raum. Zwei Jahre später hatte die HMT sogar eine grobe Skizze für den Rundplatz entworfen. Sie ähnelt der Idee der Grenzbezieher: entweder eine kleine Bühne am Rand, dann wäre am Hang ringsum und in der Platzmitte Raum für Sitzplätze, oder eine große Bühne in der Mitte, mit Bestuhlung am Hang. Die Idee war Teil eines Konzepts, mit dem der Klüt insgesamt aufgewertet werden sollte.

Die Politik gab sich damals zunächst begeistert. Ein Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Neben dem Veranstaltungsort beinhaltete es auch Aussichtsplattformen und eine Minigolf-Anlage am Finkenborn. Die Politik nahm es begeistert auf. Dann riss das Interesse jäh ab. Auf Anfrage bei der Mehrheitsgruppe, was ein Jahr später (2013) aus dem Konzept geworden sei, hieß es nur: Es fehle am Geld. Seitdem lag das Thema auf Eis. Die Grenzbezieher brachten es wieder auf den Tisch. Die HMT bietet den Grenzbeziehern als Unterstützung ihr „Know-how“ .

Gesprochen haben die Grenzbezieher auch mit Oberbürgermeister Claudio Griese. Auch er habe die Idee „positiv aufgenommen“. Allerdings müssten die Pläne zunächst konkretisiert und dann rechtlich geprüft werden. Der Klütwald liegt im Landschaftsschutzgebiet. Auch der Natur- und Artenschutz müsse berücksichtigt werden.

Klärungsbedarf gibt es aber auch noch bei den Grenzbeziehern selbst. Das Thema Freilichtbühne soll in der nächsten Vorstandssitzung im Mai auf die Tagesordnung. Dann, so Sattler, könnte im nächsten Schritt ein entsprechender Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht werden.

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