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Rot-Rot-Grün für Beteiligung an EU-Initiative „WIFI4EU“ – Voraussetzungen für Förderung aber noch unklar

Freies WLAN für lau?

HAMELN. Es ist bald zwei Jahre her, dass der Rat beschlossen hat, kostenloses WLAN im Stadtgebiet anzubieten. In die Tat umgesetzt wurde dieser Beschluss bislang nicht. Stattdessen beschloss der Rat erst vor Kurzem ein neues Konzept für offenes WLAN in der Stadt. Jetzt soll auch dieser Beschluss modifiziert werden.

veröffentlicht am 18.04.2017 um 14:37 Uhr

Foto: dpa
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Demnach soll das freie WLAN-Netz nach Möglichkeit mit EU-Geldern gefördert und räumlich sogar ausgeweitet werden.

Zuletzt war ein gemeinsames Konzept von der Stadtverwaltung und der Hameln Marketing und Tourismus (HMT) GmbH beschlossen worden. Demnach sollen zwei städtische WLAN-Router am Hochzeitshaus angebracht werden. Damit würden Hochzeitshausterrasse sowie Teile von Pferdemarkt und Osterstraße über freies WLAN verfügen. Weitere Router kämen von ansässigen Betrieben und gegebenenfalls von den Stadtwerken dazu. Langfristig könne das offene WLAN-Netz auch auf Bäcker-, Bau- und Emmernstraße ausgeweitet werden. Zudem soll dieses Vorhaben auf Antrag der Ratsgruppe SPD-Linke-Grüne bei Bedarf mit einem Freifunk-Konzept kombiniert werden. Heißt: Die Stadt stellt interessierten Betreibern weitere Router zur Verfügung.

Jetzt legt die rot-rot-grüne Gruppe abermals nach. Nach Möglichkeit soll das offene WLAN-Netz über das EU-Förderprogramm „WIFI4EU“ finanziert werden. Allerdings sind die Förderbedingungen noch nicht vollends bekannt, wie die Stadtverwaltung anmerkt. Die Umsetzung des bereits gefassten Beschlusses für das offene WLAN-Netz solle dadurch jedoch nicht hinausgezögert werden. Ferner ziele WIFI4EU nur auf neue Zugänge an öffentlichen Gebäuden, wie Rathaus, Bücherei oder Dorfgemeinschafshaus ab. Deshalb sei das EU-Modell laut Verwaltung eher als eine Ergänzung des geplanten Angebots zu betrachten. Dessen ungeachtet möge der Verwaltung zufolge aber eine rückwirkende Finanzierung der städtischen Router am Hochzeitshaus geprüft werden. Die Kosten der städtischen Router würden sich jährlich auf jeweils rund 355 Euro pro Gerät belaufen.

Am Mittwoch, 26. April, um 16 Uhr berät der Ausschuss für Stadtentwicklung im Rathaus öffentlich über die Angelegenheit.

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