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Afferder sauer: Heckenrückschnitt im Bereich der Sporthalle rückt Müllplatz ins Blickfeld

Freie Sicht auf den Schandfleck

Afferde. Wenn derzeit die Anwohner, deren Grundstücke an den Parkplatz der Sporthalle Afferde grenzen, in ihren Garten schauen, sind sie immer noch wütend und empört. Vor Wochen wurde dort eine dichte Hecke radikal zurückgeschnitten. Nunmehr fehlt nicht nur der Sicht- und Lärmschutz zum benachbarten Parkplatz, vielmehr haben sie jetzt auch freie Sicht auf die wohl größte Dreckstelle des Hamelner Ortsteils: den Platz für die Altglas- und Altkleidercontainer im dortigen Bereich.

veröffentlicht am 11.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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„Als ich eines morgens aus meinem Fenster schaute, traute ich meinen Augen nicht. In einer Nacht-und-Nebelaktion wurden die Bäume, Büsche und Pflanzen hinter meinem Haus dem Erdboden gleichgemacht“, erzählt Klaus Fischer empört. Der Anblick allein tue schon weh, hätte aber noch ganz andere Auswirkungen. Nun fehle nämlich der Schutz zum größtenteils geschotterten Parkplatz der Sporthalle. „Jetzt bekommen wir den Lärm und den ganzen Staub aus erster Hand. Wenn dann noch mancher Autofahrer rasant anfährt, fliegen die Steine bis in unseren Garten“, weiß der Anwohner zu berichten.

Die Hecke zwischen den Grundstücken und dem Parkplatz sei als pflegerische Maßnahme „auf den Stock gesetzt worden“, hieß es dazu aus der Verwaltung. Dabei werden die Büsche und Bäume bis auf den Erdboden zurückgeschnitten. Sie sollen dann wieder neu und dichter austreiben, um zu verhindern, dass die Hecken im unteren Bereich kahl werden. Neuanpflanzungen seien daher nicht geplant und auch nicht möglich, da das Wurzelwerk ja erhalten bleibe, hatte eine Sprecherin der Verwaltung bei der jüngsten Ortsratssitzung den zahlreich anwesenden Betroffenen mitgeteilt.

Doch noch ein anderes Übel beschäftigt die Afferder im dortigen Bereich: Durch diesen Kahlschlag haben sie nun freien Blick aus ihren gepflegten Gärten auf den Sammelplatz für Altglas, Altkleider und ausrangierte Schuhe. „Dieser Platz wird von verantwortungslosen Mitbürgern ständig als Müllhalde missbraucht“, erklärt Fischer, der auch schon Ratten in diesem Bereich gesichtet haben will. Dort türmten sich Unrat, Müll, Reste von Renovierungsarbeiten, selbst Möbel, Porzellan und Haushaltswaren sowie große Glasscherben, die nicht in den Container passen.

„Ist eigentlich irgendwo geregelt, welchen Abstand diese Container von Wohngrundstücken halten müssen“, fragte Ralf Paulsen als ein ebenfalls betroffener Anwohner. Dazu gebe es keine Vorschriften, erklärte die Mitarbeiterin des Fachbereichs Umwelt, da die Einwurfzeiten ja zeitlich geregelt seien, um die Anwohner vor Lärm zu schützen. Diese Aussage allerdings führte im Ortsrat zu schallendem Gelächter in der Ortsratsitzung und ein Zuhörer warf dazwischen: „Daran hält sich ja auch jeder.“

Der Containerplatz aber ist dem Ortsrat ebenfalls ein Dorn im Auge. Schließlich falle er auch allen Besuchern der Sportanlagen und der Sporthalle, in der derzeit der VfL Hameln seine Heimspiele austrägt, sofort ins Auge. Auch das Gastwirtsehepaar Karin und Ulf Becker vom „Sportkrug“ beschwert sich regelmäßig über diesen Schandfleck. Der unschöne Anblick in ihrem Zugangsbereich sei ihnen ein Dorn im Auge und könne dazu führen, dass Gäste vergrault werden. Daher will sich der Ortsrat jetzt dafür einsetzen, dass für die Container ein anderer Stellplatz gefunden wird, etwa im nahen Gewerbegebiet „Langes Feld“, wo er vielleicht weniger präsent ist und keine Anwohner stört. Ortsbürgermeister Björn Lönnecker (SPD) will sich jetzt mit der Hamelner Stadtverwaltung in Verbindung setzen, um im Rathaus zu klären, was möglich ist.

„In einer Nacht-und-Nebelaktion“, so ein Anwohner, wurden die Bäume, Büsche und Pflanzen hinter seinem Haus „dem Erdboden gleichgemacht“. Folge: Der Sichtschutz zum Parkplatz der Sporthalle fehlt.Dana



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