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Frechdachs im Swimmingpool – Feuerwehr holt ihn da raus

veröffentlicht am 21.09.2013 um 09:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:31 Uhr

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Hameln (ube). Tierretter der Hamelner Feuerwehr haben einen Dachs aus einem leeren Swimmingpool gerettet – die Schüler Jonas, Maurice, Lukas und Clemens, die gerade für den Kunstunterricht auf Fotojagd am Basberg waren, hatten den geschwächten Grimbart am Freitagnachmittag gefunden.

Die 13 und 14 Jahre alten Kinder liefen schnell zu Lukas’ Mutter und fragten sie um Rat. Claudia Cuno versuchte vergeblich, den Dachs mit Hundefutter anzulocken. „Ich glaube, er hat ein gebrochenes Bein“, meinte die Hamelnerin – und bat die Tierretter der Feuerwehr um Hilfe. Michael Wömpener und Fred Ritterbusch holten den Dachs aus dem Pool, setzten ihn in eine Transportkiste und brachten ihn zunächst zur Feuerwache. Hauptbrandmeister Wömpener setzte sich ans Telefon und suchte nach einer Organisation, die bereit war, das Raubtier zu behandeln. Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen (Landkreis Schaumburg) sagte zu, sich um den Erdmarder zu kümmern. Nachdem ihn Feuerwehrleute mit Apfelscheiben gefüttert hatten, wurde der „Gerettete“ plötzlich putzmunter. Er war frech wie Oskar, legte sich auf den Rücken und stemmte seine kräftigen Grabpfoten mit aller Macht gegen das Gitter der Box. Die Feuerwehrleute mussten den Kunststoff-Behälter mit Spanngurten sichern. Allerdings half das wenig, denn: Der Räuber mit dem schwarz-weißen Kopf und der rüsselartigen Schnauze randalierte weiter. Die Kiste drohte auseinanderzubrechen. „Bevor unser Kollege Fabian Münzer mit ihm ins Schaumburger Land gefahren ist, haben wir unseren tierischen Patienten vorsichtshalber in einen stabilen Metallkäfig gesetzt“, sagt Wömpener. „Sicher ist sicher, denn so ein Dachs kann ganz schön zubeißen.“

Von einem Mitarbeiter der Wildtierstation erfuhren die Hamelner Feuerwehrleute, dass Dachse bei Stress in eine Art Schock-Starre verfallen können. Möglich, dass der Erdmarder stunden- oder sogar tagelang vergeblich versucht hat, aus seinem „Gefängnis“ zu entkommen und deshalb geschwächt, durstig und hungrig war. Wenn er wieder fit ist, soll der Frechdachs am Basberg ausgesetzt werden. Dachse seien sehr heimatverbunden, erklärt ein Experte.

3 Bilder
Feuerwehrmänner versuchen den Dachs einzufangen, aber das Tier wehrt sich nach kräften. Foto: ube


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