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Kreis sagt Ja zur Verlängerung der Hilfe

Frauenhaus: Neues Konzept für Förderung

Hameln. Das Hamelner Frauenhaus kann auch im kommenden Jahr mit einem Personal- und Sachkostenzuschuss des Landkreises Hameln-Pyrmont in Höhe von maximal 50 000 Euro rechnen. Außerdem sollen Mietaufwendungen in Höhe von rund 33 000 Euro übernommen werden. Dieser Beschlussvorlage der Landkreisverwaltung stimmte der Sozialausschuss des Kreistags am Mittwoch einstimmig zu. Gleichzeitig wurde die Verwaltung aber auch beauftragt, in Kooperation mit dem Verein Frauenhaus e. V. bis zum 30. Juni 2014 ein neues Förderkonzept zu erarbeiten. Details dazu konnte die Sozialdezernentin Martina Kurth-Harms während der Sitzung aber noch nicht nennen. „Wir stehen noch ganz am Anfang und werden jetzt auf das Frauenhaus zugehen.“

veröffentlicht am 21.11.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Übereinstimmend äußerten alle Redner während der kurzen Erörterung des Antrags die Überzeugung, dass das Frauenhaus eine wichtige und schützenswerte Einrichtung sei. Eine Auslastung des Frauenhauses von 86 Prozent wie im Jahr 2012 sei „eigentlich schlimm“, betonte Ursula Körtner. „Aber sie zeigt auch, wie wichtig diese Einrichtung ist.“ Eine Mietsteigerung von 15 000 Euro wie bisher auf 33 000 Euro sei aber „ein echter Hammer“, erklärte die CDU-Politikerin. So sei es ja nicht, korrigierte Kurth-Harms die Darstellung. Die tatsächlichen Kosten hätten schon jetzt zwischen 31 000 Euro und 32 000 Euro gelegen. Der tatsächliche Mietpreis werde jetzt nur der Lage des Objekts mit einem Mietpreis von 4,95 Euro pro Quadratmeter angepasst.

Frauenhaus e.V. ist einziger Träger im Landkreis für direkte Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen. Die Angebote würden gut angenommen, heißt es in der Beschlussvorlage. Neben der Landkreisförderung erhält die Einrichtung auch Landeszuschüsse.

Auf der Basis eines neuen Förderkonzepts sollen für die Zufluchtsstätte künftig zusätzlich Bundeserstattungen für die Kosten von Unterkunft und Heizung sowie für die dort angebotene psychosoziale Beratung generiert werden. Denn Frauen, die als Hartz-IV-Empfänger Leistungen bezögen, hätten auch während ihres Aufenthaltes im Frauenhaus einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung. Für Frauen, die aus einem anderen Landkreis in das Haus flüchten, könne sogar eine Erstattung aller Kosten vom zuständigen Träger geltend gemacht werden.

Eine genaue Berechnung, in welchem Umfang sich die Förderung des Landkreises durch ein geändertes Förderkonzept reduzieren könnte, ist nach Darstellung in der Beschlussvorlage noch nicht möglich. Da aber die meisten Frauen, die im Frauenhaus Hilfe suchen, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten, erwartet die Verwaltung Einnahmen von mindestens 10 000 Euro.



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