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Neues Projekt der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft

Frauen fehlt es oft am Mut zum Beruf

Hameln (ni). Ihre Zielgruppe sind Frauen: Frauen, die keine Lust mehr auf den Minijob, aber auch noch keine klare Vorstellung von einer Alternative haben; Frauen, die nach Erziehungspause „irgendwie“ und „eigentlich“ gern wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten, aber nicht so recht wissen, wie sie das anfangen sollen; oder auch Frauen, die sich mit der jahrelang ausgefüllten Rolle als Familienmanagerin nicht mehr ausgelastet fühlen und mit bezahlter Arbeit sowohl ihr Ego als auch ihre Altersrente aufbessern möchten. Kirstin von Blomberg und Lena Specht von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland haben Frauen im Blick, die ihrem Leben zwar eine neue berufliche Perspektive geben wollen, dafür aber Unterstützung und Ermunterung brauchen. Mit dem jetzt von ihnen aufgelegten Bildungsprogramm „Frauen fit für den Job“ wollen die beiden Projektleiterinnen der „Ko-Stelle“ genau diese Frauen ansprechen und ihnen den Rücken stärken für den Wiedereinstieg ins Berufsleben.

veröffentlicht am 28.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 02:41 Uhr

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Die Kurse sind frauenfreundlich: Sie finden an unterschiedlichen Orten im Weserbergland, aber immer zu Zeiten statt, in denen Schulen unterrichten und Kitas geöffnet sind. Bei den Inhalten der Kurse haben sich von Blomberg und Specht an den Bedürfnissen der Frauen orientiert, die sich in den 150 Beratungsgesprächen und bei den sogenannten Initiativtreffen herauskristallisiert haben. Zehnmal hatten die Projektleiterinnen im vergangenen Jahr zu solchen Treffen eingeladen, „zu denen jeder kommen konnte, der wollte“, so Blomberger. Die Resonanz hielt sich in Grenzen: Rund 50 Interessentinnen hatten das Angebot angenommen – und dabei vor allem auch über die Hürden gesprochen, die ihnen – gefühlt oder tatsächlich – bei einer Rückkehr in den Job im Wege stehen.

„Fehlendes Selbstbewusstsein und keine klaren Ziele“ – damit stehen sich laut von Blomberg viele Frauen selbst im Weg. „Wer sich jahrelang nur um die Kinder gekümmert hat, traut sich oft nichts mehr zu.“ Den Weg zum Arbeitsamt scheuten viele Frauen aus Sorge, gleich zum „Vorgang“ in einem für sie undurchschaubaren bürokratischen System zu werden und in einer der langwierigen „Maßnahmen“ zu landen, bevor sie sich über ihre Wünsche überhaupt im Klaren seien, weiß auch Lena Specht.

Das Bildungsprogramm widmet sich unter anderem dem Thema Bewerbung. An zwei Vormittagen und unter Einbeziehung von Experten aus heimischen Betrieben werden Inhalte wie moderne Bewerbungspraktiken und das Auftreten im Vorstellungsgespräch behandelt. Ein anderer Kurs befasst sich mit der „Berufsfindung“. Er soll Neu- oder Wiedereinsteigerinnen dabei helfen herauszufinden, welcher Job am besten zu ihren Fähigkeiten, Talenten und Interessen passt. Im Workshop „Zeitmanagement“ erhalten Frauen Tipps und praktische Anregungen, wie sie ihren Tag besser einteilen und ihr Leben effizienter und effektiver managen können. Und in dem Kurs „Back to Business“ geht es darum, Frauen zu ermutigen, ihre Rückkehr in den Beruf entschlossen und planvoll anzugehen, sie gegen die Anfeindungen des schlechten Gewissens („vernachlässige ich dann die Familie?“) zu wappnen und die Angst vor beruflichen Anforderungen zu nehmen.

Weiter Infos gibt es bei der Ko-Stelle im Hefehof 8. Beratungstermine sind kostenlos und können kurzfristig bei Maike Ahrens unter der Telefonnummer 05151/585-1005 oder per E-Mail unter m.ahrens@weserberglandag.de vereinbart werden.

Vielen Frauen, die in den Beruf zurück wollen, fehlen oft klare Vorstellungen.



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