weather-image
20°
FDP-Kreistagspolitiker schaltet sich in Debatte über Integrationsmanagerin ein

Fockenbrock übt Kritik an der Kritik an Güsgen

HAMELN. Nach der Kritik von SPD, Linken, Grünen und CDU an Hans Wilhelm Güsgen (FDP) schaltet sich nun Heinrich Fockenbrock, der Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, in die Debatte ein. Die Kritik an Güsgen sei „nicht anders zu erwarten“ gewesen und „ein Ausdruck mangelnder eigener Handlungs- beziehungsweise Initiativfähigkeit“, teilte er gestern in einer Pressemitteilung mit. Aber auch Fockenbrock hätte sich von seinem Parteifreund eine andere Vorgehensweise gewünscht.

veröffentlicht am 21.04.2017 um 18:26 Uhr
aktualisiert am 23.04.2017 um 13:53 Uhr

Die Kritik an Hans Wilhelm Güsgen sei „ein Ausdruck mangelnder eigener Handlungs- beziehungsweise Initiativfähigkeit“, meint Heinrich Fockenbrock, der Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion. Foto/Archiv: Dana
Philipp Killmann

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Güsgen hatte, wie berichtet, von Integrationsmanagerin Suna Baris gefordert, sich zu entscheiden: entweder Integrationsmanagement oder Vorstandsarbeit in der türkisch-islamischen DITIB-Gemeinde. Beides gehe nicht. Ein Vorstoß, den Fockenbrock hinterfragt: Es wäre „wünschenswert gewesen, anstelle einer ausschließlich personifizierten Kritik an einer ganz offensichtlich geschätzten Persönlichkeit zu einem notwendigen Dialog zwischen Politik und den türkischen Verbänden, vor allem mit DITIB, aufzurufen, denn der ist dringender denn je“. Der „eigentliche Beweggrund“ Güsgens sei aber „das öffentliche, politische Schweigen auf das Dilemma der Unterstützung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan durch viele hier lebende Türken beziehungsweise Deutsch-Türken auf dem Weg zu einer Autokratie in der Türkei“. Fockenbrock: „Alles beklagt sich im Stillen oder am Biertisch über die Wahlunterstützung Erdogans, aber keiner der genannten Kommunalpolitiker sagt dazu öffentlich das Notwendige.“ DITIB spiele dabei „eine wesentliche Rolle und muss sich der Problematik, der Verantwortung vor allem durch seine Vorstandsmitglieder“ stellen. „Nur dadurch“ könne es „auch weiterhin zu einem vertrauensvollen Zusammenleben und gegenseitiger Achtung hier vor Ort kommen“.

Fockenbrock und die FDP-Kreistagsfraktion seien „gerne bereit“ für den Dialog.pk

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare