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Stadt will Gebäudekomplex für den Notfall weiter vorhalten / Feuerwehr als temporärer Mieter denkbar

Flüchtlingsheim auf Abruf

KLEIN BERKEL. Die Flüchtlingsunterkunft an der Werkstraße soll bis auf Weiteres als solche beibehalten werden. Obwohl dort nach wir vor keine Flüchtlinge untergebracht sind. Dies könne sich aber jederzeit ändern, wie Dieter Schur, Leiter der Fachabteilung Recht und Sicherheit, am Donnerstag im Ortsrat sagte.

veröffentlicht am 12.02.2018 um 13:22 Uhr
aktualisiert am 12.02.2018 um 15:24 Uhr

Die Stadt hat nicht vor, sich von dem Gebäude in der Werkstraße zu trennen. Es soll weiter als mögliche Flüchtlingsunterkunft vorbehalten werden. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die Stadt Hameln hatte das Haus in dem Gewerbegebiet vor knapp anderthalb Jahren gekauft. Früher hatte sich dort die Akademie Überlingen befunden. In dem Objekt sollte eine vorübergehende Sammelunterkunft für Flüchtlinge entstehen. 84 Menschen sollten dort ursprünglich unterkommen können. Dafür musste das zweiteilige Gebäude, das aus einem L-förmigen Langbau und einem Bungalow besteht, zunächst neu instandgesetzt werden. Eine Maßnahme, die mit gut 200 000 Euro zu Buche schlug (wir berichteten). Während der Langbau vornehmlich als Lagerraum genutzt werde, wurde der Bungalow so umgebaut, dass dort 16 Personen untergebracht werden könnten. Doch Flüchtlinge sind dort bis heute nicht untergekommen. Die Räume stehen leer. „Derzeit werden uns wohl keine größeren Gruppen von Flüchtlingen zugewiesen“, sagte Dieter Schur im Ortsrat. Dies könne sich allerdings jederzeit ändern, führte der Abteilungsleiter etwa mit Blick auf den gegenwärtigen Konflikt an der türkisch-syrischen Grenze aus. „Das ist alles ungewiss“, so Schur. Deshalb habe die Verwaltung die Absicht, das Haus so lange wie nötig vorrätig zu halten, um im Falle neuer Zuweisungen von Flüchtlingen nicht unvorbereitet zu sein. Ein Verkauf des Hauses sei vor diesem Hintergrund also „nicht vorgesehen“, so Schur.

Zwischenzeitlich habe die Polizei Interesse bekundet, das Gebäude zu mieten, es dann aber wieder verworfen. Nach wie vor im Raum stehe die Absicht, das Haus unter der Woche an „externe Feuerwehranwärter“ zu vermieten. Eine Option, die Schur sehr begrüßen würde. „Wenn das Gebäude bewohnt ist, dann kommen andere nicht auf dumme Gedanken“, so Schur. Gleichwohl schaue schon jetzt regelmäßig ein Sicherheitsdienst vor Ort nach dem Rechten.

Die Summen, welche für die Unterhaltung des Gebäudes anfallen, befänden sich Schur zufolge „auf sehr niedrigem Niveau“. Die Frage nach den Kosten und die Weiterverwendung des Objekts war von der Ratsfraktion Die Mitte (ehemals AfD) an die Verwaltung herangetragen worden, wie Verwaltungsmitarbeiter Dieter Schur im Ortsrat seinen Ausführungen vorangestellt hatte.



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