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„Sind Sie noch dran?“

Firma kämpft seit August um funktionierenden Telefonanschluss

HAMELN. Geschäftsführer Axel Wehrhahn ist empört – und allmählich ratlos. Im August hatte er die Telefonanlage seines Unternehmens auf „Voice over IP“ – Internettelefonie also – umstellen lassen. Das Resultat: Sein Unternehmen, die Adolf Wehrhahn Kartonagenfabrik an der Dieselstraße, ist seitdem nur noch eingeschränkt telefonisch erreichbar.

veröffentlicht am 21.01.2019 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 21.01.2019 um 16:30 Uhr

Axel Wehrhahn, Chef der Kartonagenfabrik Wehrhahn, wollte die Telefonanlage seines Unternehmens auf den aktuellen Stand bringen. Doch seit August reißen die Störungen nicht ab. Foto: dana
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Anrufe kommen nicht an oder gehen nicht raus, Gespräche reißen ab. „Mit Stammkunden kommunizieren wir dann per E-Mail, aber bei der Neukunden-Akquise sind wir total eingeschränkt“, berichtet der Chef. „Das ist geschäftsschädigend.“

Dabei waren er und seine Mitarbeiter in den vergangenen Monaten keineswegs untätig: Nach der Beratung im Hamelner Telekom-Shop hatte ein Wehrhahn-Mitarbeiter die neue Anlage installiert. Fehlerfrei, wie die Telekom später bestätigte. Aber: „Es hat vom ersten Tag an nicht funktioniert“, sagt der Fabrikchef. Also wurden in den Folgemonaten von der Störungsstelle die Leitungen geprüft, Einstellungen des Routers per Fernwartung gecheckt, Updates aufgespielt, Router und „IP Dect-Basis“ ausgetauscht. Alles ohne Erfolg. „Sind Sie noch dran?“, fragt Axel Wehrhahn am Telefon nun häufiger, schließlich geht der Gesprächspartner schnell mal verloren.

Bereits Anfang November habe er schriftliche Beschwerden per Post und E-Mail an die Telekom gerichtet. Eine Antwort erhielt er bis Januar nicht. Inzwischen zeigte sich der zuständige Wehrhahn-Mitarbeiter überfragt. Das Dumme ist nur: die Telekom ebenso. Ein Techniker des Unternehmens habe sich mit der Aussage aus der telefonischen Beratung verabschiedet, da könne er nun auch nicht mehr weiterhelfen. „Wir sollen also selber sehen, wie wir klar kommen“, lautete die Botschaft für Wehrhahn.

Die Dewezet bat darauf hin die Telekom um eine Stellungnahme – und plötzlich kam doch etwas Bewegung in die Angelegenheit: Man habe nach Gesprächen mit dem Kunden „erste Konfigurationen“ vorgenommen, teilte die Telekom in der vergangenen Woche mit, und „die technischen Änderungen greifen“. Ganz so reibungslos ging es dann aber doch nicht. Eigentlich sei die Situation unverändert, hieß es am Montag aus der Hamelner Kartonagenfabrik. Doch immerhin: Die Telekom habe sich nun „intensiv gekümmert“, sagte Axel Wehrhahn. Aktuell wird der Fehler nun doch wieder in der Telefonanlage des Unternehmens gesucht – Ende offen …



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