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Zuständige Behörde des Kreises Hameln-Pyrmont gibt vorerst Entwarnung

Fipronil in Hamelns Eiern?

HAMELN. Niedersächsische Eier sollten vorerst nicht mehr gegessen werden, habe Annabel Oelmann von der Bremer Verbraucherzentrale jüngst gewarnt, erzählt die Herkenser Landwirtin Andrea Mund. Sie ärgert sich darüber: „Ich finde diese Pauschalverunglimpfung fürchterlich“, sagt sie. Tatsächlich haben die zuständigen Behörden in den Eiern aus vier niedersächsischen Betrieben das Insektizid Fipronil festgestellt, das beim Menschen Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Die gute Nachricht ist aber: Im Landkreis Hameln-Pyrmont ist wahrscheinlich kein Erzeuger betroffen.

veröffentlicht am 04.08.2017 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 04.08.2017 um 19:00 Uhr

Ist Fipronil in disem Ei? Sehen kann man das Insektizid zwar nicht, aber das Kreisveterinäramt Hameln-Pyrmont hat nach einer Befragung aller örtlichen Legehennenbetriebe vorerst Entwarnung gegeben. Foto: dpa
Jens Spickermann

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„Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist der Landkreis Hameln-Pyrmont hinsichtlich des Themas ‚Fipronil in Eiern‘ nicht betroffen – weder hinsichtlich der Legehennenhaltungen noch hinsichtlich der in Verkehr gebrachten Eier“, teilte Nikola Stasko, stellvertretende Pressesprecherin des Landkreises auf Nachfrage mit. Eine Probenentnahme, bei der die Eier einzelner Hersteller wirklich auf Fipronil analysiert werden, könnte aber noch durchgeführt werden, so Stasko. Die hiesigen Landwirte können also vorerst aufatmen und ebenso die Verbraucher, sofern sie Eier von Höfen aus der Umgebung kaufen. Trotzdem haben die Nachrichten der letzten Tage besonders unter den Landwirten für Unruhe gesorgt. „Was sie als negativ empfinden ist, dass die ganze Branche in Verruf gerät, obwohl der Skandal aus dem Ausland kommt“, sagt Thomas Wille, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Bauernverbandes Weserbergland.

84 Legehennenbetriebe gibt es in Hameln-Pyrmont, davon halten 15 Betriebe mehr als 100 Hühner. Das Kreisveterinäramt hat alle diese Erzeuger befragt, ob sie die Reinigungsmittel „Dega 16“ oder „Copper Boost“ eingesetzt haben und ob sie ihre Ställe selbst gereinigt oder eventuell eine Firma aus den Niederlanden damit beauftragt haben, die ein Fipronil-haltiges Mittel verwendet haben könnte.

Für Andrea Mund besteht kein Anlass zu Sorge. Ihr Betrieb habe anstatt von Insektiziden Diatomeenerde gegen Schädlinge eingesetzt und den Tieren Kalkbäder bereitgestellt, sagt sie. Wie bei den betroffenen Landwirten das Fipronil in die Eier gelangen konnte, kann sie sich schwer erklären, denn eigentlich seien die Fipronil-haltigen Mittel nur zur Reinigung von leeren Ställen zugelassen worden und „und ein Huhn pickt nur nach etwas, das es sieht“, sagt sie. Trotzdem ist das in einigen Betrieben irgendwie passiert, die allesamt mit einem niederländischen Dienstleister zusammengearbeitet haben.



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