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Personelle Probleme bei der Nachmittagsbetreuung / Fachberater fordert sieben neue Planstellen

„Finanziell eine ganz harte Nuss für die Stadt“

Hameln (ni). Qualität kostet und ist auch bei der Nachmittagsbetreuung von rund 200 Hamelner Grundschülern nicht länger zum Billigtarif zu haben. Soll das Angebot auch künftig den pädagogischen Mindestanforderungen genügen, müsste die Politik grünes Licht für sieben neue Planstellen geben.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 21:41 Uhr

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Ganztags-Kitas und in der Grundschule die Fortsetzung eines Betreuungsangebotes, das es berufstätigen Eltern erleichtert, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen – seit acht Jahren nähert sich die Stadt Hameln diesem selbst gesteckten Ziel Schritt für Schritt an. Aus den anfangs sechs Nachmittagsgruppen an sechs Schulstandorten sind inzwischen neun geworden. Zwei weitere sollen zum Beginn des neuen Schuljahres folgen. Über 200 Plätze stünden dann zur Verfügung, die 100 Hortplätze nicht mitgerechnet.

„Damit sind wir ganz nahe am tatsächlichen Bedarf“, sieht der Fachberater für die städtischen Kindertagesstätten, Bernd Himler, zunächst einmal die Pluspunkte. Doch Masse allein kann kein Kriterium für ein gutes Betreuungsangebot sein. Die Qualität muss stimmen – und die ist in Himlers Augen jetzt in Gefahr, weil das bislang praktizierte Modell für die personelle Ausstattung der Gruppen mit einer fest angestellten Mitarbeiterin sowie einer zusätzlichen Kraft nicht mehr trägt. Bis 2008 unterstützten überwiegend angehende Erzieherinnen der Elisabeth-Selbert-Schule das Projekt. Als diese Zusammenarbeit aus schulinternen Gründen beendigt wurde, traten ABM-Kräfte an ihre Stelle, die „durch eine niederschwellige pädagogischen Schulung“ (Himler) auf diese Aufgabe vorbereitet waren. Werden sie im nächsten und damit ihrem zweiten ABM-Jahr weiterbeschäftigt, haben sie Anspruch auf eine Festanstellung. Die Alternative: Himler ersetzt sie durch den nächsten Schwung frisch geschulter und vom Arbeitsamt mitfinanzierter ABM‘ler.

Thema kommt demnächst auf die Tagesordnung

Diese Lösung wäre zwar preiswert, „doch der ständige Wechsel der Bezugspersonen ist pädagogisch nicht vertretbar“, sagt der Fachberater. Und der vom Rat im vergangenen Jahr erteilten Auftrag, die Nachmittagsbetreuung „strategisch abzusichern“, sei auf diese Weise schon gar nicht zu erfüllen. Himler: „Ich kann ein verlässliches Betreuungssystem nicht auf Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aufbauen.“ Sondern nur mit sieben weiteren festen und pädagogisch qualifizierten Mitarbeitern, wie er bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses vorrechnete. Finanziell bedeute dieser Mehrbedarf „eine ganz harte Nuss für die Stadt“, weiß Himler. Ob die Politik sie knacken kann und will, wird sich zeigen, wenn der von ihm angekündigte Verwaltungsvorschlag zur Lösung des Problems auf die Tagesordnung kommt.



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