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Aber die Geschäfte laufen in 144 deutschen Shopping-Centern besser / Studie aus Wiesbaden

Filialisten in der Stadt-Galerie „zufrieden“

Hameln/Wiesbaden (mafi). „Muss das Shopping-Center in der Innenstadt denn so groß sein?“ Diese Frage war in Hameln heiß diskutiert worden, bevor die „Stadt-Galerie“ mit ihren 19 000 Quadratmetern Verkaufsfläche und knapp 100 Geschäften am Pferdemarkt genehmigt wurde. Der Investor ECE hatte argumentiert, die Größe des Hauses sei wichtig für den Zulauf und damit die Wirtschaftlichkeit. Eine aktuelle Studie gibt den Hamburgern in dieser Hinsicht recht: Je größer der Einkaufspalast ist, desto besser laufen die Geschäfte – das geht aus dem „Shoppingcenter Performance Report 2012“ hervor, den die „Immobilien-Zeitung“ veröffentlicht hat. Mit der „wirtschaftlichen Performance“ in der Stadt-Galerie Hameln sind die befragten Mieter „zufrieden“ (Note 3,05), aber eben nicht begeistert. Das bedeutet Rang 145 von bundesweit 214 bewerteten Einkaufszentren.

veröffentlicht am 28.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 11:41 Uhr

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Hamelns Center-Managerin Susanne Schubert spricht von einem „guten Schnitt“. Seit der Eröffnung sei der Umsatz kontinuierlich gestiegen – und mit Werbeanzeigen, Radiospots und Aktionen sollen weitere Kunden gelockt werden. „Die Stadt-Galerie ist ein sehr gut integriertes Innenstadtcenter“, betont Schubert. Die Zahl der Geschäftsleute, die aus wirtschaftlichen Gründen aus diesem Center wieder ausziehen, bewege sich „im normalen Maß“. Auch die aktuellen Leerstände seien in Kürze wieder gefüllt, sagt die Managerin.

Shopping-Center mit mehr als 40 000 Quadratmetern Fläche haben von den Ladenmietern, wenn sie Kassensturz machen, in der bundesweiten Befragung die Durchschnittsnote 2,57 erhalten, Häuser mit weniger als 20 000 Quadratmetern lediglich die Bewertung 3,12. Hameln rangiert also auf dem Durchschnittslevel. Auf Platz 1 landete das „Lago“ in Konstanz mit der Note 1,62, gefolgt vom „Centro Oberhausen“ (Note 1,67).

Der Werre-Park in Bad Oeynhausen erreichte Rang 38 (2,27), die Ernst-August-Galerie in Hannover Platz 105 (2,75). Ähnlich wie Hameln haben die Center in Flensburg und Oldenburg abgeschnitten. Die Bewertungsskala für die wirtschaftliche Qualität reichte von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).

Ein interessantes Ergebnis für die Kritiker der Einkaufszentren: Mehr als jeder fünfte Mieter betont, dort wirtschaftlich schlechter dazustehen als in seinen Einzelläden in der Innenstadt, nur bei jedem siebten ist es umgekehrt.

Initiator der Studie ist die Ecostra GmbH in Wiesbaden, eine Unternehmensberatung im Bereich der Immobilienwirtschaft und des Einzelhandels. In die Wertung kamen nur Center, denen mindestens fünf Filialisten eine Note gaben; diese Mieter mussten in mindestens drei von 400 Centern vertreten sein, um Vergleiche ziehen zu können. Die Meinung lokal verwurzelter Einzelhändler in den Galerien – eine Minderheit – floss in das Ranking also nicht ein. In Hameln beteiligten sich 20 Filialisten an der Befragung, deutlich mehr als zum Beispiel in der Hamburger „Europa Passage“ (Platz 28, Note 2,21) und fast genauso viele wie in Braunschweigs „Schloss-Arkaden“ (Platz 32, Note 2,27).

Die schlechteste Note – eine 5,0 – kassierte die „Obermarkt Passage“ in Minden; weil sich dort aber nur ein Mieter an der Umfrage beteiligte, wird dieses Ergebnis von den Autoren der Studie als nicht repräsentativ betrachtet.



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