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Abwechslungsreicher Konzertmarathon für den guten Zweck / „Reise der Hoffnung“ beginnt im Juli

Feurige Show mit Queen-Hits und Pink Panther

Hameln (boh). „Lasst uns geil feiern“, fordert Organisator Burkhard Hildebrandt das Publikum beim Benefizkonzert in der ausverkauften Honig-Baustoffe-Halle mit markigen Worten auf – und bringt damit die „Arena“ zum Beben. Ohne lange zu überlegen, hatten die drei Bands „Ralph Maten and Friends“, „88 Miles“ und die renommierte Queen-Revival-Formation „MerQury“ im Vorfeld dem bekannten Aerzener HIV-Aktivisten zugesagt, ihn bei seiner „Reise der Hoffnung“ zu unterstützen, die Hildebrandt im Juli für ein halbes Jahr antreten wird: mit seinem Fiat-Oldtimer einmal durch Afrika – von Kapstadt aus zurück nach Hameln. Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert erhält nun der von Hildebrandt ins Leben gerufene Verein.

veröffentlicht am 16.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 14:41 Uhr

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„Über nichts wird in der Öffentlichkeit so viel geredet, wie über HIV“, sagt Burkhard Hildebrandt zur Eröffnung dem Publikum, „nur in Afrika wird das Thema nach wie vor totgeschwiegen, obwohl die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist.“ In diesem Jahr will der Aerzener, der seit vielen Jahren selbst HIV-positiv ist, die Reise nutzen, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Unterstützt wird er auf seiner Reise vor Ort von Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“, den „Flying Doctors“, verschiedenen Entwicklungshilfeprojekten, Amnesty International und dem Roten Kreuz.

Den Auftakt des Konzertes bestreitet dann der Hamelner Ralph Maten, der mit seinen gefühlvollen Blues- und Folkballaden und einer bemerkenswert wandlungsfähigen Stimme wohlige Schauer über die Rücken des Publikums jagt. Unterstützt wird der Sänger und Keyboarder von Lokalheld Bob Dulas an der Gitarre und vom groovenden Saxophonisten Matthias Nolting. Dieses Benefizkonzert lebt allerdings von musikalischen Kontrasten. „88 Miles“ lassen es unmittelbar im Anschluss krachen: stimmgewaltig mit Disco- und Soulknallern der 70er wie Aretha Franklins „Think“ oder dem Blues-Brothers-Hit „Everybody needs somebody“. So erreicht der Konzertmarathon frühzeitig zumindest die Nähe des Siedepunktes.

Der ist dann allerdings wenig später weit überschritten, als endlich der Topact des Abends, MerQury, die Bühnenbretter erklimmt. Wer die Augen schließt, meint „seine königliche Hoheit“ Freddie Mercury selbst singen zu hören. Sänger Johnny Zatylny zeigt Stimmakrobatik par excellence und eine imposante Bühnenpräsenz, die dem Original kaum nachsteht. Doch „MerQury“ ist nicht irgendeine Coverband: So schaffen sie es, dass sich bei ihnen der nicht unumstrittenen Pophit „Radio Gaga“ zum heimlichen Highlight des gesamten Konzertes mausert. Leadgitarrist und Bassist verbeugen sich in einem schweißtreibenden fast zehnminütigen Duett vor Rock-Größen von AC/DC bis Deep Purple und auch Henry Mancinis Pink-Panther-Thema schaut da gerne kurz mal vorbei. Das zieht die Zuschauer perfekt in den Bann.

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Mehr Fotos vom Benefizkonzert finden Sie unter www.dewezet.de.

Da brennt der Bass: Von „We will rock you“ über „I want to break free“ bis „Who wants to live forever“: MerQury boten bis tief in die Nacht ein Feuerwerk von Queen-Hits. Unten: Burkhard Hildebrandt geht im Juli auf seine „Reise der Hoffnung“.

Fotos: boh

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