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Halvestorfer erschüttert / Offene Handwerkerrechnungen für das „Dorfmittelzentrum“

Feuerwehrmann soll Kasse geplündert haben

Halvestorf (ni). Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Halvestorf steht im Verdacht, in die Vereinskasse gegriffen zu haben. Ortsbrandmeister Werner Hupe spricht von „einer beträchtlichen Summe“, die von den Konten verschwunden sei. In Feuerwehrkreisen wird über einen Betrag von „um die 30 000 Euro“ spekuliert.

veröffentlicht am 05.02.2009 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 13:21 Uhr

Hinter den Kulissen herrscht bei der Feuerwehr Halvestorf Alarms
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„Dass Geld fehlt, haben wir gemerkt, als wir fällige Handwerkerrechnungen begleichen wollten – und auf einmal war nichts mehr da, von dem wir sie hätten bezahlen können“, berichtet Hupe. Wie viel Geld fehlt, könne er noch nicht sagen. Zurzeit prüfe ein Steuerberater die Bücher, um die genaue Summe zu ermitteln. „Wenn wir klar sehen, werden ich eine Versammlung einberufen und alles offenlegen“, kündigt der örtliche Feuerwehrchef an. Gegen den Verdächtigen, der im Gespräch die Veruntreuung von Vereinseinnahmen eingeräumt habe, sei Anzeige erstattet worden. Hupe: „Die Staatsanwaltschaft wird sich jetzt mit der Sache beschäftigen.“

„Wir werden unser

Möglichstes tun“

Der Vorfall macht der Halvestorfer Ortswehr doppelt zu schaffen. Zum einen seien die Mitglieder natürlich erschüttert, dass sich einer der Ihren an der Vereinskasse vergriffen habe. Zum anderen seien da die offenen Rechnungen für geleistete Handwerksarbeit. Und es stelle sich überhaupt die Frage, wie es mit dem Innenausbau des Halvestorfer „Dorfmittelzentrums“ weitergehen soll. Der Bau, in dem sowohl der Musikzug der Halvestorfer Blauröcke ein neues Zuhause finden als auch Unterricht für Feuerwehrleute stattfinden soll, wurde zum Großteil von der Stadt Hameln finanziert. Außerdem haben die Feuerwehrleute ungezählte Stunden an Eigenarbeit in das Haus gesteckt. Und sich zusätzlich verpflichtet, einen finanziellen Beitrag zur Innenausstattung zu leisten. Das Geld dafür wurde über Jahre angespart. Jetzt sind die Konten leer.

Ob die Stadt Hameln aus der Bredouille helfen kann und will, scheint noch offen zu sein. Gestern hat Hupe in dieser Angelegenheit das Gespräch mit dem Ersten Stadtrat Eckhard Koss gesucht. Über den Ausgang der Unterredung haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Stadtbrandmeister Gerhard Rathing will zu den Vorgängen in Halverstorf noch nicht Stellung beziehen, sondern erst einmal abwarten, was die Kassenprüfung durch den Steuerberater ergibt. „Wir werden unser Möglichstes tun, um den Kollegen zu helfen“, verspricht Rathing; schränkt aber auch ein: „Aus den Kameradschaftskassen der Ortsfeuerwehren, ist nicht viel zu holen, da ist nicht viel Geld drin.“ Als Stadtbrandmeister sei es natürlich sein Bestreben, dass die Baumaßnahme in Halvestorf zu Ende geführt werde. Aber „wie wir das hinkriegen können, weiß ich noch nicht“.



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