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Wegen Feuer in Hameln und Lindhorst vor Gericht

Feuerwehrmann (25) muss sich wegen Brandstiftung verantworten

HAMELN/BÜCKEBURG. Ein Feuerwehrmann aus Lindhorst muss sich vor dem Landgericht in Bückeburg wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung verantworten. Der 25-Jährige soll sowohl in Lindhorst als auch in Hameln Feuer gelegt haben.

veröffentlicht am 20.08.2017 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 21.08.2017 um 07:30 Uhr

Foto: Bilderbox
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Im August 2016 lebte der mutmaßliche Brandstifter in Hameln. Er zündelte im Keller seines Wohnhauses und setzte ein Holzregal in Brand. Der Schaden: 10 000 Euro. Er will Stimmen gehört haben, die ihm befohlen hätten, das Regal anzuzünden. In seiner polizeilichen Vernehmung hatte er indes ein anderes Motiv zu Protokoll gegeben: „Ich war ganz allein und hilflos. Ich wollte einfach nur Aufmerksamkeit.“ Zuvor soll sich seine Freundin von ihm getrennt haben. Wo er gerade dabei war, in Hameln reinen Tisch zu machen, gestand er eine mehrere Jahre zurückliegende Tat in Lindhorst gleich mit.

Im Keller eines Mehrfamilienhauses, in dem er selbst wohnte, soll er bereits 2012 ein Feuer gelegt haben, das einen Schaden von rund 15 000 Euro anrichtete. Danach setzte der Feuerwehrmann anonym einen Notruf ab und fuhr mit den Kameraden zum Löschen raus. Vorher warnte er noch Mitbewohner, dass es im Haus brenne. Dies hat der 25-Jährige am Freitag vor dem Landgericht gestanden. Zum Motiv sagte er, es sei ihm Anerkennung von seinem Vater gegangen. „Man wird anders gesehen, wenn man eine Uniform anhat.“

Staatsanwältin Karin Dubben hat daraufhin eine einjährige Freiheitsstrafe beantragt, die ebenso zur Bewährung ausgesetzt werden soll wie die Unterbringung des Angeklagten in der geschlossenen Psychiatrie. Der 25-Jährige, der Mitte März mit einer Psychose in eine Wunstorfer Klinik gekommen war, wäre damit wieder ein freier Mann.

In der ursprünglichen Anklageschrift wird er noch als Gefahr für die Allgemeinheit eingestuft. Zwischenzeitlich ist ein vom Gericht bestellter psychiatrischer Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass von ihm keine Gefahr ausgeht, wenn er Auflagen und Weisungen bekommt. Das Urteil der 1. Großen Jugendkammer soll am kommenden Mittwoch verkündet werden.

Während seiner Zeit in Hamelner war er nicht in der Feuerwehr. „Ich hatte eine Ablehnung bekommen“, erzählt der Angeklagte.ly

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