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Stadt zuversichtlich, doch noch Treppen an Gerätehäuser zu bauen

Feuerwehren können auf Fluchtwege hoffen

veröffentlicht am 17.05.2018 um 19:10 Uhr

Im Feuerwehrhaus Holtensen fehlt ein zweiter Rettungsweg. Das Obergeschoss ist nur eingeschränkt nutzbar. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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HAMELN. Für Stadträtin Martina Harms ist es eine „tolle Nachricht“: Der zunächst verschobene Bau von Fluchttreppen an den Feuerwehrhäusern in Holtensen und Rohrsen könnte doch noch – anders als vor wenigen Tagen befürchtet – in diesem Jahr erfolgen.

Grund für Harms’ Zuversicht: Die Stadt hat einen zusätzlichen Mitarbeiter in Aussicht, der am 1. August seinen Dienst in der Abteilung „Zentrale Gebäudewirtschaft“ antreten könnte und somit für die Betreuung dieser Bauvorhaben städtischerseits zuständig wäre. Doch in Teilen der Politik herrscht weiterhin Skepsis, ob die teilweise Lösung des Personalproblems im Rathaus den Rettungswegen an den Gerätehäusern tatsächlich hilfreich sein wird. Die Forderung: Die Stadt möge trotzdem einen externen Architekten für den notwendigen Bau der zweiten Rettungswege in Rohrsen, Holtensen und Unsen verpflichten. Das Argument: Dann könnten die Fluchttreppen auch in Angriff genommen werden, sollte der perspektivische zusätzliche Rathausmitarbeiter seinen Job doch noch unerwartet absagen. In der Vergangenheit gab es schon solch einen Fall in der Hamelner Stadtverwaltung.

Wie berichtet, hatte sich Ende April Unmut unter Hamelns freiwilligen Brandschützern breitgemacht: Nachdem sie bereits im letzten Jahr die Entscheidung von Verwaltung und Ratspolitik geschluckt hatten, die notwendigen Sanierungen und Neubauten ihrer Feuerwehrhäuser zeitlich nach hinten zu verschieben, drohte mit der kurzfristigen Ankündigung, die alternativ dazu zu bauenden zweiten Rettungswege ebenfalls zu verschieben reichlich Ungemach. Die Verwaltung hatte dies mit zu wenig personal begründet. Ohne zweiten baulichen Rettungsweg aber könnten die Brandschützer ihre Unterrichtsräume nicht mehr in vollem Umfang nutzen, hieß es – das sind Brandschutzauflagen.

Über die Art und Weise, wie die Verwaltung diese Nachrichten nach Rohrsen, Holtensen und Unsen übermittelten, war Stadtbrandmeister Markus Weber seinerzeit gar nicht erfreut. „Da ist etwas schiefgelaufen mit der Kommunikation“, kritisierte nun auch CDU-Ratsmitglied Karsten Meyerhoff in der zuständigen Fachausschusssitzung am Donnerstag. Die Wogen scheinen inzwischen geglättet: Doch hundertprozentige Planungssicherheit haben die Brandschützer deswegen noch nicht. Denn: „Wenn der Mitarbeiter doch nicht kommt, dann stellt sich die Situation genauso wie heute dar“, räumte Harms ein.

Auf Initiative Webers beschlossen die Ausschussmitglieder nun für diesen Fall zu prüfen, ob auch ein externer Architekt den Bau der Treppen planen und begleiten kann. Die Unsener Wehr wird wohl dennoch ein weiteres Jahr warten müssen: Es gibt laut Harms „eine Gemengelage mit dem Freizeitheim“, was sich an das Gerätehaus anschließt. Gelder für Unsen sollen laut Harms aber im Haushalt für 2019 Platz finden.



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