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Anlage fällt jetzt für einige Tage aus

Feuerwehreinsatz im Krematorium

Hameln (tis). Es war ein ungewöhnlicher Brand, zu dem die Feuerwehr gestern um 7.49 Uhr gerufen wurde. Im Krematorium am Friedhof Wehl war es zu einem Feuer in den Abluftkanälen und dem Schornstein der Verbrennungsanlage gekommen. Das Krematorium wird jetzt einige Tage ausfallen. Betriebsleiter Carl Schmidt rechnet aber mit keinen Problemen bei der Einäscherung von Verstorbenen, da auf andere Einrichtungen ausgewichen werden kann.

veröffentlicht am 14.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 05:21 Uhr

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„Wir haben schon erstaunt geschaut, als wir zu einem Schornsteinbrand im Krematorium gerufen wurden“, bemerkt Abteilungsleiter Andreas Zerbe. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus dem rund zehn Meter hohen Schornstein Flammen schlugen und der Metallmantel bereits deutliche Hitzeeinwirkungen aufwies. Im Inneren der Anlage wurde festgestellt, dass das Abluftrohr vom Verbrennungsofen zum Schornstein bereits an mehreren Stellen durchgebrannt und eine deutliche Glutentwicklung zu erkennen war. Wachabteilungsführer Bodo Kauert: „Wir haben mit der Wärmebildkamera Temperaturen von über 600 Gard gemessen.“ Die Feuerwehrkräfte konnten sich allerdings nur darauf beschränken, den Brandschutz sicherzustellen, den Schornstein vorsichtig von außen zu kühlen und dann kontrolliert ausbrennen zu lassen, wozu auch ein Schornsteinfeger geraten hatte. „Wasser zum Löschen im Inneren konnte nicht eingesetzt werden, da sich dann immense Mengen Dampf gebildet hätten, die die Anlage zerstört hätte“, sagt Zerbe. Ein Abschalten des Ofens war allerdings nicht möglich, da dort gerade ein Verbrennungsvorgang mit einem Verstorbenen lief. Über mehrere Stunden wurde so eine Brandwache gehalten. Ein besonderes Augenmerk hatten die Brandschützer dabei auf das Dach und die Fassadenverkleidung, damit diese nicht durch die Hitzeeinwirkung in Brand geriet. Auch wurden Schadstoffmessungen durchgeführt. Gegen 10.15 Uhr war der Einsatz beendet.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, kann sich Betriebsleiter Schmidt nicht erklären: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Hier müssen mehrere ungünstige Faktoren zusammengekommen sein. Normalerweise werden die rund 1000 Grad heißen Ofenabgase bis auf rund 150 Grad heruntergekühlt, bevor sie in den Schornstein gelangen.“ Wie hoch der genaue Sachschaden nach diesem Brand ist, konnte der Betriebsleiter noch nicht sagen. „Eventuell um die 10 000 Euro oder darunter“, vermutet Schmidt. Größere Probleme mit den Einäscherungen sieht er nicht. „Wir können auf andere Krematorien ausweichen und haben das schon organisiert. Es wird keine Verzögerungen bei den Einäscherungen von Verstorbenen in Hameln geben“, erklärt Schmidt.

Schauplatz

eines ungewöhnlichen Feuerwehreinsatzes: das Hamelner Krematorium.

Foto: tis



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