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Hochwasser-Hilfe in Sachsen-Anhalt / Rettungswagen fahren 7011 Einsätze

Feuerwehr mehr als 900-mal alarmiert

Hameln. Die Ortsfeuerwehr Hameln ist im vergangenen Jahr 263-mal zu Brandeinsätzen gerufen worden. Das waren zwölf Feuermeldungen mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen noch sieben weitere Löscheinsätze, die in Nachbargemeinden durchgeführt wurden. Nicht immer hat es gebrannt: Die Statistik beinhaltet 135 Fehlalarme, meist ausgelöst durch technische Defekte an Brandmeldeanlagen, und sechs böswillige Alarme.

veröffentlicht am 03.04.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 30.05.2017 um 13:08 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Weil zur Freiwilligen Feuerwehr Hameln auch eine Wachbereitschaft gehört, die 24 Stunden im Dienst ist, dürfte die Zahl der Mittel- (12) und der Großbrände (2) klein und die der Entstehungs- (45) und der Kleinbrände (69) relativ groß sein. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte arbeiten in Hameln Hand in Hand: Die Teileinheiten der Freiwilligen Feuerwehr sind 79-mal (plus 3) von der Wachbereitschaft zur Verstärkung gerufen worden.

Die Feuerwehr bekämpft nicht nur Brände, sie rettet zu Lande und zu Wasser Menschen und Tiere aus Notlagen, befreit eingeklemmte Unfallopfer, pumpt Keller aus, zersägt umgestürzte Bäume oder macht Öl und Chemikalien unschädlich. Fachleute sprechen von Hilfeleistungen, deren Anzahl von 644 auf 636 (minus 8) leicht zurückgegangen ist. Die meisten Einsätze (114) entfielen auf Notsituationen, bei denen Menschen befreit werden mussten. 102-mal ging es um die Beseitigung von Öl, Kraftstoffen und Chemikalien; 32-mal leisteten Feuerwehrleute bei Verkehrsunfällen technische Hilfe. Die Rettungswagen der Feuerwehr Hameln rückten im vergangenen Jahr zu 7011 Einsätzen aus. Das sind 2489 mehr als im Vorjahr. Grund: Die Stadt Hameln hat am 1. Januar 2013 die alleinige Verantwortung für den öffentlichen Rettungsdienst innerhalb der Stadt Hameln übernommen.

Freiwillige Helfer waren im vergangenen Jahr aber nicht nur an der Weser im Einsatz. Dreimal wurden sie während des Elbe-Hochwassers im Juni nach Sachsen-Anhalt geschickt. Nach Angaben des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Norbert Tegtmeyer leisteten die Ehrenamtlichen während dieser Zeit 1200 Stunden Dienst am Nächsten. Ihr Motto lautet: „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr.“

99 (minus 6) aktive Feuerwehrleute gibt es derzeit in Hameln, die ehrenamtlich Dienst in vier Zügen schieben. Die Zahl der Freiwilligen schwankt seit 2009 zwischen 105 und 95 Kräften. 44 Mitglieder sind Atemschutzgeräteträger. Das sind vier weniger als im Vorjahr. Die Helfer, die sich mit Maske und Pressluftflaschen in brennende Wohnungen vorkämpfen, müssen gesund und physisch und psychisch belastbar sein. Chef der Ortsfeuerwehr Hameln ist Ortsbrandmeister Emil Burose. Um auch in Zukunft ausreichend ehrenamtliche Kräfte zu haben, gibt es neben einer Jugendfeuerwehr mit 21 Mitgliedern auch noch eine Kinderfeuerwehr mit 26 Mädchen und Jungen.

Es fällt auf, dass in Hameln nur wenige Bürger Fördermitglied der Freiwilligen Feuerwehr sind. Nur 21 waren es im vergangenen Jahr. Die Ehrenamtlichen hoffen, dass sich das rasch ändert.

Alles in allem hat die Stadt Hameln aber eine leistungsstarke und schlagfähige Ortsfeuerwehr. In diesem Jahr feiert sie ihr 150-jähriges Bestehen.

Um Menschen in Not zu helfen, riskieren ehrenamtliche Feuerwehrleute nicht selten ihr Leben. ube



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