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Bewohner verlieren alles, was sie besaßen

Feuer verwüstet Haus – Familie obdachlos

Klein Berkel. Als die Feuerwehr am Grasbrink in Klein Berkel eintrifft, ist das Zweifamilienhaus schon nicht mehr zu retten. Meterhoch schlagen Flammen aus Fenstern, eine schwarze Rauchsäule steigt auf und verdunkelt den Himmel. Der beißende Qualm zieht zunächst über die Bundesstraße 1 zum Mengerberg. Später dreht der Wind in Richtung Fort Luise. Die Feuerwehr rät Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

veröffentlicht am 26.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:03 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Nur gut, dass es Menschen wie Marc Zobel gibt. Der 36-jährige Feuerwehrmann ist zufällig an dem brennenden Haus vorbeigekommen. Er hat eine Türscheibe eingeschlagen und die Bewohner – zwei Frauen (40, 82) und einen Mann (64) – in Sicherheit gebracht. Auch zwei Hunde sind ins Freie geflüchtet.

Kurz danach kommt es zu einer sogenannten Durchzündung. Das bedeutet: Heiße Brandgase sind explosionsartig verbrannt. Innerhalb von Sekunden steht das Gebäude in Flammen – vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl.

Eine Notärztin und Rettungsassistenten behandeln die unter Schock stehenden Bewohner, die in diesem Moment ihr gesamtes Hab und Gut verlieren. Eine Frau wird in einem Rettungswagen mit Sauerstoff und Infusionen versorgt. Die Geretteten werden ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei können die Klinik später wieder verlassen, nur die alte Dame sei stationär aufgenommen worden, sagt Polizeioberkommissar Jens Petersen.

Kommissarin Sandra Heltner von der Tatort-Gruppe kümmert sich liebevoll um einen schwarzen Labrador. Das Tier zittert, hat große Angst, sucht Frauchen und Herrchen.

Die Holztreppen brennen lichterloh. Lehmschlag-Decken stürzen ein. Zwei Feuerwehrleute werden von herabfallenden Brocken getroffen – die Männer bleiben glücklicherweise unverletzt. Einsatzleiter Andreas Zerbe lässt fortan nur noch von außen löschen. „Es ist zu gefährlich, in das Haus zu gehen“, erklärt der Brandoberamtsrat. Vorsorglich wird ein Nachbarhaus evakuiert. Feuerwehrleute spritzen Wasser in den schmalen Spalt zwischen den Gebäuden. „Auf diese Weise haben wir ein Übergreifen des Feuers verhindert“, erklärt der Hamelner Ortsbrandmeister Emil Burose.

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an Kräften angerückt: Freiwillige aus Klein und Groß Berkel, aus Hameln, Afferde, Tündern und Halvestorf verstärken den Löschzug der Wachbereitschaft. Von zwei Drehleitern aus wird das Feuer in die Zange genommen.

Am Nachmittag begutachten Statiker das qualmende Gebäude. Sie empfehlen, das Dach abzudecken, um die Windlast zu verringern. Der Dachstuhl, erklärt Zerbe, werde nur noch von den Schornsteinen gehalten. Die Feuerwehr geht davon aus, dass das Gebäude abgerissen werden muss. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Bekannt ist derzeit nur, dass das Feuer im Erdgeschoss ausgebrochen ist.

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