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Großeinsatz in Afferde / B 1 stundenlang gesperrt / Spezialisten beginnen heute mit Spurensuche

Feuer verwüstet Haus – 13 Bewohner obdachlos

Afferde. Die Feuerwehr Afferde feierte gerade ihr Sommerfest, als am Samstag um 15.17 Uhr ein lautes Piep-Konzert die Rede von Pastor Daniel Küchenmeister unterbrach: Die Freiwilligen wurden zu einem Wohnhausbrand an der Hamelner Straße gerufen. Schwarzer Rauch waberte zu diesem Zeitpunkt aus Fenstern des Gebäudes, in dem 13 Personen, darunter sieben Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren, wohnen. Unklar war zunächst, ob Menschen vom Feuer eingeschlossen sind.

veröffentlicht am 29.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann
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Stadtbrandmeister Gerhard Rathing löste die zweithöchste Alarmstufe aus. Der Ortsfeuerwehr Afferde und dem bereits von Ehrenamtlichen verstärkten Löschzug der hauptberuflichen Wachbereitschaft folgten kurz darauf Kräfte des 1. und 2. Zuges der Feuerwehr Hameln und der Ortswehr Hastenbeck. Die Bundesstraße 1 wurde komplett gesperrt.

Ein Rettungstrupp der Feuerwehr Afferde brach die Haustür auf. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz, machten sich die Oberfeuerwehrleute Christian Sigston und Stefan Struckmeyer auf die Suche nach den Bewohnern. „Als wir uns der ersten Etage näherten, fielen vor uns brennende Teile auf die Holztreppe. Das Geländer brannte. Der Rauch wurde immer dichter. Schon bald konnten wir die Hand vor Augen nicht mehr sehen“, berichtet Sigston. Oberbrandmeister Thomas Breitkopf und Brandmeister Jan Loges bildeten den zweiten Angriffstrupp. „Wir tragen spezielle Schutzkleidung. Trotzdem war die Hitze deutlich zu spüren“, sagt Breitkopf. Weil die Sicht gleich null war, machten sich Breitkopf und Loges mit einer Wärmebildkamera auf die Suche nach Bewusstlosen. Fenster wurden teils gewaltsam geöffnet, damit der hochgiftige Qualm abziehen konnte. „Es waren dramatische Minuten, weil niemand wusste, ob noch jemand in dem Haus war“, sagt Ortsbrandmeister Friedrich-Wilhelm Thies. Erst nach einer Viertelstunde konnten die Helfer aufatmen, weil sie niemanden gefunden hatten.

Das Feuer war rasch unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich allerdings bis zum Abend hin. Im Flur des ersten Obergeschosses hat es am heftigsten gebrannt. Dort dürfte das Feuer ausgebrochen sein. Ein Team der Tatort-Gruppe nahm Ermittlungen auf. „Die Ursache ist derzeit noch unklar. Wir haben den Brandort beschlagnahmt“, so ein Beamter. Heute werden Brandursachenermittler des 1. Fachkommissariats mit der Spurensuche beginnen. Der Schaden wird auf 80 000 Euro geschätzt. Die Decken knarren verdächtig, einzelne Treppenstufen sind verkohlt. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Die DRK-Bereitschaft Hameln baute an der Zentralstraße eine Notunterkunft auf. Das Quartier wurde jedoch nicht benötigt, weil die 13 Bewohner bei Verwandten untergekommen sind.

3 Bilder

Ein Bild der Zerstörung: Geländer und Treppe sind verkohlt, durch die Hitze ist Putz von der Decke gefallen. Die Kunststoffummantelung der Stromkabel ist verbrannt.

Fotos: ube/tis



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