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Fette Weihnachten - und wie man die Kalorien wieder los wird

veröffentlicht am 20.12.2009 um 19:20 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

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Hameln (jhe). Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen die Zeit der engen Hosen und dicken Bäuche. Nur wenigen gelingt es, im vorweihnachtlichen Trubel dem verführerischen Duft von frisch gebackenen Plätzchen, dem Anblick des schokoladigen Weihnachtsmanns oder dem Geschmack von zuckrig gebrannten Mandeln zu widerstehen. Abgerundet wird das Fest der Sinne oft noch mit einem fruchtigen Becher Glühwein.
 Wer in der Adventszeit noch nicht zugenommen hat, kann das spätestens an den Weihnachtstagen nachholen. Egal ob Gans, Ente oder Karpfen – das Festtagsmenü ist fast überall reichhaltig. „Früher hat man in der Winterzeit auf das Weihnachtsfest hingearbeitet“, sagt die Ernährungsberaterin Antje Müller. „Es war klar, dass es etwas ganz Besonderes ist und das hieß: üppig, fett und zuckerreich. Nach Weihnachten gab es dann wieder Hafergrütze.“ Was früher eine Reserve für den restlichen Winter war, führt heute zu kneifenden Hosen und Wehklagen auf der Waage. „Würden wir heute noch so leben und arbeiten wie damals, müsste sich niemand über sein Gewicht Gedanken machen“, sagt Antje Müller.
 Doch komplett auf die weihnachtlichen Gaumenfreuden muss auch heutzutage niemand verzichten. „Man kann ja auch nur eine Marzipankartoffel essen, anstatt gleich vier“, rät Müller. Allerdings gebe es auch „Wenn-schon-denn-schon-Typen“, für die diese kleinen Portionen eine Qual sei. „Früher war die Fülle an Essen etwas Besonderes“, sagt Müller. Heute aber sei es sinnvoll, sich die Frage zu stellen: „Habe ich mehr Genuss, wenn ich mehr esse?“ Und wenn es schon viel sein muss, dann empfiehlt die Ernährungsberaterin lieber einen Gemüse- oder Salatnachschlag zu nehmen anstelle eines vierten Knödels. „Denn mit Gemüse kann man nichts falsch machen“, so die Ernährungsberaterin.
 Außerdem sei gerade das Weihnachtsfest eine gute Gelegenheit, hochwertige Lebensmittel einzukaufen – nach dem Motto: „Ich gönne mir Qualität, davon dann aber eine kleinere Portion“, sagt Antje Müller. Wichtig sei auch, trotz der Festtage regelmäßig zu essen, denn „der Körper braucht die Sicherheit“. Und damit nicht die Süßigkeiten vom Weihnachtsteller nach und nach im Mund verschwinden, gibt Antje Müller den Tipp, stattdessen viel Wasser oder Tee zu trinken – „das hat keine Kalorien und füllt den Magen“. Denn die Ernährungsberaterin weiß: „Das meiste, was auf den Hüften landet, ist das, was zwischendurch gegessen wird.“
 Wer auf das Weihnachtsgebäck nicht ganz verzichten möchte und sich trotzdem nicht mit einem schlechten Gewissen plagen will, dem rät Müller, auf die Zusammensetzung der Nahrung zu achten. „Eine ungünstige Kombination sind schnelle Kohlenhydrate, wie Zucker oder helles Mehl, zusammen mit Fett.“ Aus diesen Zutaten werden zum Beispiel die meisten Kekse hergestellt. Diese Zusammensetzung lässt aber schnell den Blutzuckerspiegel ansteigen, woraufhin Insulin ausgeschüttet wird. Große Mengen Insulin erzeugen wiederum Heißhunger. Besser sei hingegen ein „kerniger Haferflockenkeks, gesüßt mit Trockenfrüchten“, sagt Müller. Um die Ballaststoffe zu verarbeiten, benötigt der Magen mehr Zeit. Somit gelangen auch nicht gleich alle Nährstoffe auf einmal ins Blut. Die Insulinkonzentration steigt nicht zu steil an und der Heißhunger bleibt aus. „Kombiniert man die Ballaststoffe mit etwas Eiweißhaltigem, dauert die Verarbeitung noch länger.“
 Und wer am Ende doch mehr Kalorien zu sich genommen hat, als er verbraucht, kann die überschüssige Energie mit sportlichen Aktivitäten verbrennen. „Das Fitnessstudio hat auch zwischen den Tagen geöffnet“, sagt Müller. Aber auch ein „ordentlicher Spaziergang“ sei für Ungeübte schon sinnvoll. „Vor allem bei der Kälte verbrennt der Körper schon dadurch mehr, dass er nachheizen muss.“
 Aber nicht nur während der Festtage sollte der Fokus auf die Ernährung gelegt werden, meint Antje Müller. Und verdeutlicht, wie wichtig die bewusste Ernährung auch an den übrigen 363 Tagen im Jahr ist: „Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten – an diesem Spruch ist etwas Wahres dran.“



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